Auch Trumpf steigt in den Markt der 3D-Drucker ein. Der Hersteller für Werkzeugmaschinen wird sich in einem Joint Venture mit dem italienischen Laserhersteller Sisma vorrangig auf den industriellen 3D-Druck mit Metall konzentrieren. Neben dem baldigen Einstieg von Hewlett Packard (HP) in den 3D-Drucker-Markt, das sich vorrangig auf Endkunden spezialisieren wird, setzt mit Trumpf ein weiteres Weltunternehmen auf den 3D-Druck.

Logo Trumpf Der Hersteller für Werkzeugmaschinen Trumpf hat mit dem größten italienischen Laserhersteller Sisma einen s.g. „Joint-Venture“ für den Bereich 3D-Druck vereinbart, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Das Ziel der beiden Unternehmen ist die Entwicklung robuster 3D-Drucker zur Serienherstellung von Metallteilen.

Das Joint-Venture von Trumpf und Sisma betrifft die generative Fertigung und dafür wurde nun eine neue Firma gegründet. Der Anteil an der Neugründung von Trumpf beläuft sich auf 55 Prozent, während der Anteil von Sisma bei 45 Prozent liegt. Bei der eingesetzten Technologie handelt es sich um das Additive Manufacturing, wo mitten aus einem 3D-Konstruktionsprogramm heraus beliebige Metallteile mit einem 3D-Drucker schichtweise hergestellt werden können.

Als Material für die Teile kommt ein Metallpulver zum Einsatz, das mit einem Laser geschmolzen wird und die 3D-Objekte schichtweise aufbaut. Die Technologie könnte in unterschiedlichen Bereichen bewährte Verfahren wie das Fräsen oder Gießen teilweise ersetzen. Die gedruckten 3D-Metalle weisen Konzerangaben zufolge eine ähnlich hohe bis gleich hohe Belastbarkeit und Haltbarkeit wie jene Teile auf, die in einem klassischen Verfahren gefertigt wurden.

Beide Unternehmen mit Erfahrung im 3D-Druck

Vor ein paar Jahren hatte Sisma bereits eine Additive Manufacturing-Maschine entwickelt, mit deren Hilfe kleinere Metallteile gedruckt werden sollen. Das Know-How ist Bestandteil der Zusammenarbeit mit Trumpf. Rund 1000 Laser verkauft Sisma jährlich und erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 33 Millionen Euro.

Im Jahr 2000 war Trumpf mit der Universalmaschine »TrumaForm« auf dem Markt vertreten, mit der metallische Werkstoffe generativ gefertigt werden konnten. Jedoch war der Markt bezüglich der Serienfertigung von Bauteilen damals noch in den Anfängen. Nun wagt Trumpf erneut den Einstieg in die Additive Fertigung und dürfte diesmal erfolgreich sein.

Die Additive Fertigung mit 3D-Druckern in der Industrie wird in Zukunft eine weiter wachsende Bedeutung in der Produktion spielen. Die Gründe sind geringere Herstellungskosten, geringere Umweltbelastung bei weniger Materialverbrauch und kürzeren Produktionszyklen. Neben dem Einstieg von HP in der Markt der 3D-Drucker, mit Fokus auf die Endverbraucher, ist der Einstieg für ein Weltunternehmen wie Trumpf in einen solchen Wachstumsmarkt zu erwarten gewesen.

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