Der TÜV SÜD wird auf der Experience Additive Manufacturing in Augsburg sein Programm „iAM ready“ vorstellen, mit dem es Unternehmen unterstützen möchte, die eine Fertigungslinie mit 3D-Druckern aufbauen wollen. Wir erklären, wie das geschieht und warum Standards so wichtig sind.

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Logo TÜV SÜDMit dem Prüfprogramm „Additive Manufacturer“ als Basis möchte der TÜV SÜD Anbieter und Anwender der Additive Manufacturing AM-Technologie auf dem Weg zum industriellen 3D-Druck mit Dienstleistungen, Zertifizierungen, Trainings und digitalen Services begleiten. Wie der TÜV SÜD in einer Pressemitteilung erklärt, werden Unternehmen, die eine Fertigungslinie mit 3D-Druckern aufbauen möchten, dabei unterstützt und nach klar definierten Kriterien auditiert. Bestehen diese die Prüfung, werden sie als Additive Manufacturer zertifiziert.

Standards beim industriellen 3D-Druck von großer Bedeutung

EXPERIENCE ADDITIVE MANUFACTURING
EXPERIENCE ADDITIVE MANUFACTURING der Messe Augsburg (Bild © experience-am.com).

Laut Georg Reischle, Head of Additive Manufacturing bei TÜV SÜD Product Service, sind generelle Sicherheit und die Zertifizierung die wichtigsten Ziele. Vergleichbare und reproduzierbare Ergebnisse sollen erreicht werden.
Zwei weitere Prüfungsgrundlagen sollen die industrielle Reife der Anlagentechnik und die verwendeten Werkstoffe beurteilen. Über nationale und internationale Normgremien, an denen auch Materialhersteller, Anlagenhersteller und Anwender arbeiten, sollen Werkstoffe zertifiziert und diese für den Markt sichtbar gemacht werden, sofern sie beim 3D-Druck reproduzierbare Materialeigenschaften ermöglichen.

Das Draft „Digital Part Report – Anforderungen an die Qualitätssicherung von morgen“ macht die Möglichkeiten in der Digitalisierung der Prozesskette greifbar und zeigt die notwendigen Schritte auf. Mit ausgewählten Partnern ist ein Konzept für die digitale Bauteile-Qualifizierung geplant. Auf der internationalen Fachmesse Experience Additive Manufacturing (AM), die vom 24. bis 26. September 2019 in Augsburg stattfindet, stellt der TÜV SÜD sein Programm vor. Die Fachmesse Experience Additive Manufacturing der Messe Augsburg informiert über Chancen und Perspektiven der additiven Fertigung.

Erster Standard

Es gibt bisher keine einheitlichen Standards beim industriellen 3D-Druck. Einzelne Unternehmen erarbeiten Richtlinien und halten sich an diese. So hat jedoch jeder Dienstleister andere Kriterien. AM-Experten haben mit dem DIN SPEC 17071 den ersten Standard zur Qualitätssicherung in einer additiven Fertigungsstätte entwickelt. TÜV SÜD stellt diesen vor und zeigt die Vorteile industrieübergreifender Standards auf. Am 26. September um 13:15 Uhr, in der Session „Daten, Recht und Normen in AM“ referiert Christophe Blanc, Additive Manufacturing Experte bei TÜV SÜD, zum Thema „Neuer AM Standard für die Qualitätssicherung, endlich!“. Die Standardisierung der additiven Fertigung von TÜV SÜD ist eine wichtige Voraussetzung für die Professionalisierung und die Standardisierung des gesamten Segments Additive Manufacturing.

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