Die DIN SPEC 17071 wurde zur Qualitätssicherung beim industriellen 3D-Druck von TÜV Süd entwickelt und aktuell auf der formnext 2019 vorgestellt. Unternehmen sollen mit der Standardisierung eine risikominimierte und qualitätsgesicherte additive Fertigung innerhalb von einem halben Jahr aufbauen können. Wir geben Details zum Inhalt der neuen DIN SPEC 17071.

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Logo TÜV SÜDMit der DIN SPEC 17071 gibt es ab sofort die erste DIN zur Qualitätssicherung im 3D-Druck, wie TÜV Süd in einer Mitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin heute berichtete. Wir haben im September 2019 zum ersten zum ersten Mal darüber berichtet. Bei der DIN SPEC 17071 werden einheitliche Anforderungen an Anlagen, Materialien, Prozesse und Mitarbeiter definiert.

Für Unternehmen bedeutet das, dass sie eine industriereife risikominimierte Produktion aufbauen können. Laut einer Pressemitteilung, die unser 3D-grenzenlos Magazin erreicht hat, haben die Deutsche Bahn, MT Aerospace, Siemens und TÜV SÜD den Standard erarbeitet.

Was ändert sich?

Zertifizierung für die additive Fertigung
Viele Unternehmen, Branchenvertreter und Experten fordern mehr Zertifizierungen und Normen für den industriellen 3D-Drucker (Additive Fertigung) (Symbolbild).

Bisher war es aufgrund fehlender Standards und einem teils noch frühen technologischen Reifegrad und wenig Erfahrung mit den eingesetzten Verfahren schwer, die additive Fertigung in der Industrie aufzubauen. Die Produktqualität und die hohen Stückzahlen waren dabei eine große Herausforderung. Einheitliche Werte sind gerade in Branchen wie dem Eisenbahnwesen, der Medizin oder der Luftfahrt äußerst wichtig.

Gregor Reischle, Head of Additive Manufacturing bei TÜV SÜD, geht davon aus, dass Unternehmen durch die neue DIN SPEC 17071 eine risikominimierte und qualitätsgesicherte Fertigung in einem halben Jahr aufbauen können. Die leicht zu implementierende DIN orientiert sich am neuesten Stand der additiven Fertigung. Die Qualitätsanforderungen lassen sich bauteil- bzw. produktspezifisch leicht klären.

„Das bringt die Anwender wirklich weiter. Denn so entstehen vollständige und verlässliche Pflichtenhefte, was die Zusammenarbeit mit Materiallieferanten oder Auftragsfertigern erheblich erleichtert.“ Gregor Reischle

Früher galt es, 200 verschiedene Variablen zu betrachten. Durch die neue DIN SPEC 17071  wird dies deutlich reduziert. Die übrigen produktspezifischen Anforderungen werden zielstrebig und kalkulierbar erreicht. Das vereinfacht den Einkauf von Bauteilen enorm.

TÜV SÜD auf der formnext 2019

Der branchenübergreifende Standard dient als Vorläufer der internationalen ISO/ASTM-Norm. Offiziell vorgestellt wurde er am 15. November im Beuth-Verlag und ist online kostenfrei erhältlich. Der TÜV SÜD bietet vom 19. bis 22. November täglich um 9h30 für Medien und Fachbesucher eine 30-minütige Einführung zur DIN SPEC 17071 an ihrem Stand an.

Interessierte formnext-Besucher können die DIN SPEC 17071 am Messestand des Zertifizierers in Halle 11.1, am Stand E60, einsehen.

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