Der kohlenstoffneutrale Gewerbepark für erneuerbare Energien Goldwind in China recycelt Windturbinenblätter zu 3D-Druck-Material. Kürzlich wurden die aus ausgemusterten Turbinenschaufeln zerkleinerten Schaufelpartikel für den 3D-Druck von Kunststoff-Blumenbeeten weiterverarbeitet. Auf diese Weise lässt sich die hohe Menge an Abfall in der Branche der Windkraftanlagen sinnvoll reduzieren.

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China verfügt über den ersten kohlenstoffneutralen Gewerbepark für erneuerbare Energien. Dieser trägt den Namen Goldwind. In dessen Zentrale wurden nun laut einer Pressemitteilung Blumenbeete aus recyceltem Kunststoffabfall ausgedienter Turbinenschaufeln mit einem 3D-Drucker hergestellt. Die ausgedienten Turbinenschaufeln stammen aus einem Windpark in der Inneren Mongolei. 3D-Druck-Roboter haben die Materialien, die zerkleinerte Klingelpartikel enthielten, vorgeformt und schufen so eine Feststoffabfall-Recyclingrate von über 30 %, heißt es in der Mitteilung.

Ausgediente Turbinenschaufeln sinnvoll weiterverwerten

Transport einer Windturbinenschaufel
Die Turbinenschaufeln werden zerkleinert und zu Material für den 3D-Druck weiterverarbeitet (im Bild: Turbinenschaufel, die transportiert wird)(Bild © Goldwind).

Die Verantwortlichen beschrieben es als schwierig, möglichst viel von den Turbinenschaufeln für den 3D-Druck weiterzuverwenden und gleichzeitig die Festigkeit des Druckprodukts sicherzustellen. Sie führten einige Experimente und Demonstrationen durch und passten das Verhältnis verschiedener Rohstoffe und Partikelgröße, sowie -Abstufungen der zerkleinerten Klingenpartikel, an. Letztendlich erreichten sie einen Punkt, der die Festigkeitsanforderungen erfüllte und gleichzeitig das Maximum an Turbinenschaufelabfällen für den 3D-Druck verbrauchte.

Die Haltbarkeit, die mechanischen Eigenschaften und die Verarbeitungseigenschaften des fertigen Produkts aus den neuen Druckmaterialien sollen jenen von herkömmlichem Baubeton ebenbürtig sein. Datenschätzungen zeigen, dass Chinas ausgemusterte Turbinenblätter bis zum Jahr 2025 bis zu 5.800 Tonnen zusammengesetzte feste Abfälle erzeugen werden. Bis 2028 sollen es sogar 74.000 Tonnen sein.

Abfall mit 3D-Druck reduzieren

Der abfallbasierte 3D-Druck kann als intelligente, umweltfreundliche und effiziente Konstruktionsmethode das Material sinnvoll weiterverwenden. Diese nachhaltige Methode bietet einige Vorteile, wie geringere Arbeitskosten, einen effizienteren Materialverbrauch und mehr Baueffizienz.

3D-gedruckte Blumenbeete Goldwind
Goldwind nutzte ausgediente Turbinenschaufelblätter für den 3D-Druck von Blumenbeeten (im Bild: Druckbeispiele)(Bild © Goldwind).

Ein Verantwortlicher sagte über das Projekt:

„Müll sind einfach Ressourcen, die unsachgemäß behandelt werden. Die ursprüngliche Absicht hinter unserer Entscheidung, eine solche Technologie zu entwickeln, bestand darin, unsere Position als Hersteller von festen Abfällen für Klingen in einen Rohstofflieferanten für den 3D-Druck auf Basis von festen Abfällen zu verwandeln und den riesigen Baumarkt zu nutzen, um einen höheren Materialverbrauch nach dem Recycling der Klingen zu ermöglichen und die entscheidende Rolle des Marktes bei der Ressourcenallokation voll auszuschöpfen, damit der Umweltschutz mehr Gewicht erhält. Unsere ultimative Vision ist es, die Entwicklung der grünen Industrie Chinas mit innovativen grünen Technologien voranzutreiben und eine vollständige Industriekette für feste Abfälle von Klingen zu schaffen, die sich durch lokales Recycling, lokale Zerkleinerung, Materialsiebung, 3D-Druck auf der Grundlage fester Abfälle und Produkte auszeichnet.“

In einem Whitepaper mit dem Titel „Goldwind towards Carbon Neutrality: Action and Vision“, welches in „China Wind Power 2021“ veröffentlicht wurde, wird darauf hingewiesen, dass „bis 2040 die Recyclingquote von Goldwind-Produkten 100 % erreichen wird“. Der 3D-Druck basierend auf Klingenfeststoffen ist ein entscheidender Schritt in diesem Programm.

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