Ein Professor in Australien hat den berühmten Brotaufstrich Vegemite als 3D-Druckfilament genutzt und dabei eine spannende Entdeckung für die Medizin machen können, die sich vielleicht irgendwann noch auszahlen könnte.

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Was die Nutzung von 3D-Druckmaterialien angeht, sind viele Hobby-Maker und Designer schon sehr kreativ geworden. Was ihnen auch in die Finger kommt, nutzen sie dafür ihre 3D-Drucker zum Laufen zu bringen. Doch nicht nur da zahlt sich Experimentierfreude aus, auch in der Wissenschaft können die einfachsten Dinge, die vielleicht jeder zu Hause hat, in 3D-Druckfilamente verwandelt werden. Ein Professor aus Australien hat sich bei seiner Idee wohl dasselbe gedacht.

Marc in het Panhuis stammt aus Dänemark und ist seit Jahren Professor an der University of Wollongong. Mittlerweile kennt sich dieser nicht nur mit dem australischen Leben, sondern auch mit dessen kulinarischen Spezialitäten aus und so kam es, dass er einmal am Frühstückstisch auf eine Idee kam. Wem Vegemite ein Begriff ist, der dürfte wissen, dass es sich dabei um einen ganz besonderen Brotaufstrich handelt, den alle Australier lieben. Die dunkelbraune, mäßig bis gut streichbare und salzig schmeckende Paste kann aber nicht nur auf Brot genutzt werden.

Der Professor hat Vegemite einfach als Filament für seinen 3D-Drucker genutzt und damit ein Schriftzug auf einer Toastscheibe erstellt, der die Initialen der Universität zeigt. Dabei ging es in het Panhuis nicht nur darum mit Vegemite zu drucken, sondern auch zu zeigen, dass diese in der Lage ist Elektrizität zu leiten, wie auf der Website www.electromaterials.edu.au berichtet wird. Was zuerst etwas gewöhnungsbedürftigt in unseren Ohren klingen mag, ist für den Professor eine interessante Erkenntnis.

Es zeigt nämlich, dass die Paste, neben ihrem hohen Vitamin B12 Gehalt, eines Tages in der Medizin genutzt werden könnte und zwar als Träger biomedizinischer Sensoren, die vom Körper ganz einfach verdaut werden könnten. Auch wenn die Idee des Professors noch in den Startlöchern steht und bei Weitem noch nicht die Rede davon sein kann, dass der Aufstrich als medizinisches Bioprinting-Material auch anerkannt wird, so zeigen Projekte wie diese, dass es nicht viel braucht, um 3D-Drucktechnologie neue spannende Anwendungen zu geben.

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