
„Diese Anlage versetzt uns in die Lage, die Forschung im Bereich des Selective Laser Melting weiter voranzutreiben“, so Professor Dr. Andreas Gebhardt, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen und zugleich Leiter des Aachener Zentrums für 3D-Druck. Für ihn stellt die neue Laserschmelzanlage nicht nur einen Meilenstein im Bereich des Rapid Prototyping dar, sie sei auch Beweis für die „gute, enge Zusammenarbeit“ aller beteiligten Institutionen.
Professor Dr. Reinhart Poprawe, Leiter des Fraunhofer Instituts für Lasertechnik (ILT) erwähnte in seinem Grußwort, dass die gemeinsame Forschung dieser Technologie die Möglichkeit biete, „auch in Zukunft eine hervorragende Rolle auf dem Weltmarkt zu spielen“. Im neu errichteten Gebäude sind das Institut für werkzeuglose Fertigung und das Aachener Zentrum für 3D-Druck untergebracht, dass in Kooperation zwischen der FH Aachen und dem Fraunhofer ILT betrieben wird. Auch die Prorektorin für Forschung und Innovation an der FH Aachen, äußerte sich im Rahmen der Veranstaltung zur großen strategischen Bedeutung der neuen Anlage.

Dreijähriges Forschungsvorhaben SLM-XL begonnen
Bereits im Frühjahr 2016 hatte sich die FH Aachen um dieses Projekt beworben, indem sie an der Ausschreibung „FH Invest“ teilnahm und dazu ein dreijähriges Forschungsvorhaben, das den Titel „SLM-XL“ trug, initiierte. Die Forschungsschwerpunkte wurden mit mehr als 15 Projektpartnern aus unterschiedlichen Industriebereichen festgelegt. Im November 2016 wurde dann die Fördersumme von etwa zwei Millionen Euro genehmigt.
„Dank des Aachener Zentrums für 3D-Druck haben KMU nun auch Zugang zu einer Technologie, die sie wettbewerbsfähiger und innovativer macht. Darüber hinaus ist diese Einheit ein weiterer wichtiger Schritt zur Gründung einer gemeinsamen Forschungsgruppe zwischen Fraunhofer ILT und der Fachhochschule Aachen“, so Sebastian Bremen, Teamchef SLM-Productivity im Fraunhofer ILT. „Die Anlage, insbesondere in Bezug auf die Automobilindustrie, zielt darauf ab, die Produktion von großvolumigen funktionalen Prototypen zu beschleunigen, um die oft extrem langen und teuren Entwicklungsprozesse deutlich zu verkürzen.“
Natürlich kann die Maschine auch angepasst werden, um kundenspezifische Funktionen bereitzustellen, die sich sonst nur schwierig realisieren lassen und sehr kostenintensiv sind.

Der Concept Laser XLine 2000R im Detail
Der Concept Laser XLine 2000R wird derzeit als weltweit größter SLM-3D-Drucker beworben. Er verfügt über ein Bauvolumen von 80 x 40 x 50 cm³ und kann Metallteile bis zu einem Maximalvolumen von 160 L fertigen. Der 3D-Drucker selbst wiegt etwa 9.200 kg. Bis März 2017 wurden gerade einmal fünf XLine 2000R 3D-Drucker hergestellt, einer davon steht jetzt in Aachen, ein weiterer in Australien. Die Anschaffungskosten dieses Druckers lagen bei 3,5 Millionen US-Dollar.
Das Gerät verfügt über zwei Baumodule, die mit einem Drehmodul gewechselt werden können. Dadurch fallen die Stillstandzeiten sehr kurz aus. Die Baurate liegt bei bis zu 120 cm³ pro Stunde. Weitere Informationen zum Drucker finden Sie im hier verlinkten Concept Laser PDF-Dokument.






