Im Jahr 2016 waren im Bereich des 3D-Drucks erhebliche Fortschritte zu verzeichnen. Auch für das Jahr 2017 blickt die Forschungs- und Beratungsfirma Gartner positiv in die Zukunft und veröffentlicht neue prognostizierte Wachstumszahlen für einige wichtige Branchen. Gartner nennt auch die Gründe für diese Einschätzungen.

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Logo GartnerDer Gesamtkonsens des 19-seitigen Berichtes, der unter dem Titel „Predicts 2017: 3D Printing Accelerates“ veröffentlicht wurde, besteht darin, dass auch in den kommenden Jahren die additive Fertigung weiter voranschreitet, beispielsweise in der verarbeitenden Industrie und im Gesundheitswesen.

Gartner geht davon aus, dass bis 2020 10 Prozent der Industriebetriebe Roboter mit 3D-Druck-Technologien in ihre Fertigung integrieren werden, 30 Prozent der medizinischen Implantate und Geräte aus dem 3D-Drucker stammen und diese in weiter zunehmendem Maße direkt vor Ort hergestellt werden. In etwa 75 Prozent der weltweiten Fertigungsstätten werden 3D-Druckwerkzeuge, Einspannvorrichtungen und Vorrichtungen für die Herstellung von fertigen Waren integriert werden.

Grundlagen der Prognosen

Grundlage für diese Annahmen sind eine Reihe von Ergebnissen und Berichten, die durch Gartner erstellt wurden. Bei der Annahme, dass 10 Prozent der industriellen Fertigung durch Roboter, die mit dem 3D-Druck arbeiten, erfolgt, wurde unter anderem berücksichtigt, dass der 3D-Druck in den letzten zehn Jahren von einer primären Prototyping-Technologie hin zu einem Markt für spezielle Designs und hin zur Low-Volume-Produktion entwickelt hat. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Technologie weiter fortschreitet und zugleich auch anspruchsvoller wird.

Aktuelle Entwicklungen tragen zum Fortschritt bei

Gartner führt in dem Jahresbericht auch eine Reihe von Entwicklungen auf, die derzeit im Gange sind und zum Fortschritt beitragen werden. Dazu gehören unter anderem autonome und kooperative Roboter, das End-of-Arm-Tooling im Bereich der Automatisierung, die integrierten Inspektionssysteme, die weitere Automatisierung, die Kombination aus 3D-Druck und CNC-Fräsen und dergleichen mehr.

Gartner äußert sich zur weiteren Entwicklung unter anderem folgendermaßen:

„Wir erwarten, dass die automatisierten 3DP-Systeme anspruchsvoller werden. Viele dieser älteren, fehleranfälligen, vorprogrammierten Automatisierungsbemühungen werden durch die neue Generation der intelligenten Automatisierung ersetzt, die sich anpassen und selbst korrigieren kann. Der Prozess wird sich während des Drucks selbst überwachen und entweder den Prozess korrigieren oder das Teil zurückweisen, wenn Probleme auftreten. Die Natur von 3DP und die kontinuierlichen, hohen Inspektionsanforderungen lassen die „intelligente Automatisierung“ für die Fertigungsprozesse langfristig besser geeignet erscheinen als ältere programmierbare Roboteransätze.“

Auch die Vorhersage, dass etwa 30 Prozent der medizinischen Implantate und Geräte bis zum Jahr 2020 mittels 3D-Druck gefertigt werden, ist nicht überraschend. Nahezu täglich werden hier Neuerungen vorgestellt. Die Nachfrage wird in Zukunft noch weiter ansteigen.

Sinkende Entwicklungszeiten für neue Produkte als Erfolgstreiber

Zugleich geht Gartner auch davon aus, dass sich die Zeitleisten für die Produkteinführung durch den 3D-Druck um bis zu 25 Prozent reduzieren. Unternehmen werden nicht nur die Prototypen-Herstellung deutlich erweitern, sondern den 3D-Druck auch verstärkt in die Produktion integrieren. Durch interaktives Prototyping werden die Entwicklungszeit neuer Produkte und die Kosten deutlich reduziert, zugleich kommt es aber auch zu weniger Defekten.

Gartner prognostiziert zudem, dass bis 2020 75 Prozent der Fertigungsbetriebe weltweit 3D-Druckwerkzeuge und Vorrichtungen nutzen werden. Dabei müssen diese keineswegs auf herkömmliche Fertigungsmethoden verzichten, sondern können diese um den 3D-Druck ergänzen. Mehr Marktforschungen zum 3D-Druck lesen Sie hier. Aktuelle News und Entwicklungen gibt es kostenlos im 3D-Drucker-Newsletter von 3D-grenzenlos.

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