Seit Wochen schwingen die Aktien der Hersteller für 3D-Drucker auf und ab. Jede veröffentlichte Unternehmens-News und Pressemitteilung der an der Börse notierten 3D-Druck-Unternehmen leitet, ob positiv oder negativ, einen neuen kurzweiligen Auf- oder Abwärtstrend der Aktie ein. Vor allem Privatanleger und Beobachter stellen sich die Frage: Handelt es sich bei 3D-Druck um die nächste Blase?

3D-Druck Blase
Ist der 3D-Druck eine Blase? Die Kursschwankungen der 3D-Drucker-Aktien widerspiegeln die Unsicherheit über die Entwicklungen der 3D-Drucktechnologie der Anleger. Und können der entscheidende Grund sein, dass sich der 3D-Druck doch hervorragend entwickelt (Stock (ohne Schriftzug © // sxc.hu; Bild (mit Schriftzug © 3D-grenzenlos.de).

Risikofreudige Investoren und Anleger kamen in den letzten Jahren all zu häufig auf ihre Kosten. Das Internet bietet gerade hervorragende Möglichkeiten mit riskanten Anleihen viel Geld zu verdienen. Nervenkitzel in einem Milliarden-Euro-Spiel. Für Privatverbraucher und Konsumenten sowieso kaum vorstellbar, wie mit Bits und Bytes in wenigen Sekunden sechs- und siebenstellige Beträge den Besitzer wechseln.

Die erste große Bremse im Milliardenspiel Billionenspiel der Anleger mit dem Internet war die Dotcom-Blase. Einige Anleger, schwer gebeutelt, rappelten sich wieder auf uns sitzen aktuell mit schwitzigen Händen vor ihren Monitoren und beobachten ihr investiertes Geld in einen neuen Internet-Aktien-Hype – den Facebook-, Twitter- & co.- Aktien. Auch hier wurde vor Jahren bereits von einer Blase gesprochen, bevor überhaupt die ersten IPOs geschrieben waren. Vielleicht zu Recht, vielleicht auch nicht.

Letztendlich geht es doch zur Beantwortung der Frage „Ist das eine Blase?“ um die langfristigen Vorteile und Nutzen für die Menschen und die Fähigkeiten auf dem Markt langfristig zu bestehen. Gemeint ist nicht zwingend eine Marke sondern vielmehr das Produkt, die Technologie.

Voraussetzungen, um keine Blase zu sein

Der 3D-Druck bietet eben diese Vorteile und Nutzen für die Menschen und die Fähigkeiten auf dem Markt langfristig zu bestehen. Der 3D-Druck macht es für Menschen einfach, sich selbst jederzeit benötigte Objekte erstellen zu können. Eine Gießkanne, eine Tasse, die Osterdeko, Schmuck oder Spielzeug für die Kinder. Viele dieser Artikel werden heute sehr preisgünstig in unserer westlichen Welt für wenig Geld angeboten. Richtig.

Aber wollen wir weiterhin Produkte (die wir wirklich immer brauchen?) quer über den Globus verschiffen lassen, während sich interessante Alternativen zur Herstellung vor Ort bieten? Alternativen die wir vielleicht gar nicht mitbekommen, weil wir grad schwer damit beschäftigt sind über die Schwierigkeiten der Energiewende und den Umweltschutz zu debattieren? Es muss sich ja schließlich etwas ändern! Der 3D-Druck kann etwas verändern.

Und der 3D-Druck bietet noch einen weiteren Vorteil. Die Schwankungen der Aktienkurse der 3D-Drucker-Aktien begründen sich in der Unsicherheit der Anleger über die Weiterentwicklung der 3D-Drucktechnologie am Markt. Das Vertrauen der Aktionäre in den 3D-Druck ist prinzipiell da, das haben viele Beispiele gezeigt. Der Großteil aller 3D-Drucker-Aktien steht sehr deutlich über dem IPO-Wert, also dem Startwert der Aktie.

„Unternehmenswachstum unter den Erwartungen“ – nur 6 Prozent anstatt 10%

Dennoch bremsen sich die Investoren bei ihren Investitionen. Nicht zuletzt wegen der vergangenen Blasen und weltweiten Finanzkrise. Die Investoren agieren vorsichtiger, überlegen länger und ziehen schneller zurück, stimmen die Quartalszahlen nicht wie vorhergesagt. Die Kurse brechen also schlagartig zusammen (siehe ExOne-Aktie…), erholen sich aber vergleichbar schnell wieder (siehe 3D Systems-Aktie nach Zusammenbruch…) und klettern wieder zum nächsten Rekordhoch. Bis zur nächsten Nachricht im nächsten Quartal: „Unser Unternehmen wächst nur um 6% anstatt um 10%“.  Die Aktien fallen.  Die Entwicklung der 3D-Drucker geht auch in diesen Momenten weiter. Die Aktien steigen auf ein neues Rekordhoch.

Die Vorsicht und teilweise auch Unsicherheit der Anleger kommt dem 3D-Druck also zu Gute. Die Technologie läuft weniger Gefahr, so wie es andere Technologien in der Vergangenheit erleiden mussten, dass profitorientierte Risikokapitalunternehmen eine Blase künstlich um das Thema 3D-Druck herum hochzüchten. Der 3D-Druck also kommt zu einer günstigen Zeit und hat die Möglichkeit unter guten Voraussetzungen zu wachsen und all seine Vorteile den Menschen geduldig zu vermitteln.

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