Bundesministerium für Bildung und Forschung:

Maker-Szene soll Ideen für Menschen mit Behinderungen entwickeln

 18. Januar 2016  Marcel Thum  

Die Maker-Szene bietet zahlreiche Ansätze, um auch den Alltag behinderter Menschen wesentlich leichter zu gestalten. Deshalb hat Bundesforschungsministerium nun einen 3D-Druck-Wettbewerb ausgerufen, bei dem die besten Vorschläge einen 50-prozentigen Zuschuss für die Umsetzung erhalten.

Logo Bundesministerium für Bildung und ForschungBundesministerium für Bildung und Forschung: Immer wieder werden Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag vor Herausforderungen gestellt. Blinde Menschen benötigen in fremder Umgebung Hilfsmittel, um sich zurechtzufinden. Rollstuhlfahrer kapitulieren vor zu hohen Bordsteinkanten, unerreichbaren Bahnsteigen und dergleichen mehr. Dabei möchten auch diese Menschen ein nahezu unbeeinträchtigtes Leben führen können. Um das zu ermöglichen, sind neue Ideen gefragt. Und hier kommen auch Sie, unsere Leserinnen und Leser von 3D-grenzenlos, ins Spiel, wenn Sie einen eigenen 3D-Drucker nutzen oder gemeinsam mit anderen Personen betreiben.

Rollstuhl-Handantrieb
In einem früheren Artikel berichteten wir beispielsweise über das Projekt „Hand Drive“, einen Handantrieb für den Rollstuhl aus dem 3D-Drucker (Foto: © hackaday.io/ Reed, Tong).

Der Forschungswettbewerb „Light Cares – Photonische Technologien für Menschen mit Behinderungen“ greift die Potenziale der Maker-Bewegung auf. Diese Bewegung soll Menschen zum Mitmachen und vor allem auch zum Selbermachen inspirieren. Photonische Verfahren, zu denen der 3D-Druck und Lasercutter gehören, sind mittlerweile für viele verfügbar. Wichtig für die Teilnahme an diesem Wettbewerb ist, dass die Projekte für jedermann zugänglich im Netz gezeigt und geteilt werden und sich zudem nachbauen, erweitern und verbessern lassen.

Austausch mit Unternehmen ist gewünscht

Ein Austausch sowie die Vernetzung mit verschiedenen Unternehmen ist gewünscht. Ergebnisse dieses Wettbewerbes können beispielsweise von Startups aus der Maker-Szene, aber auch von Industriepartnern; verwertet werden.

Zehn Projekte sollen Förderung erfahren

Insgesamt ist angedacht, zehn Projekte zu fördern. Diese können Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent der Kosten, maximal allerdings 100.000 Euro pro Projekt erhalten. Der Wettbewerb läuft bis zum 31. März 2016. Bis dahin müssen die Planungsunterlagen eingereicht werden. Umfangreiche Informationen zum genauen Prozedere finden Sie auf der hier verlinkten Webseite des Bundesministeriums. Wer von unseren Lesern an dem Wettbewerb teilnimmt, der darf uns gerne darüber informieren. Gerne berichten wir ausführlich über interessante Ideen und Projekte unserer Leser, inklusive der Verteilung über unseren 3D-Drucker-Newsletter.

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