Es ist heute weitestgehend bekannt, dass die 3D-Drucktechnologie sprunghaft gewachsen ist. Eine andere Art schnell wachsender Technologie ist auf jeden Fall auch die Blockchain. Ein italienisches Start-up versucht nun 3D-Druck und die Blockchain-Technologie zu verbinden und hat dafür das ICO 3D-TOKEN vorgestellt. Mit dem Projekt sollen sich Tausende 3D-Drucker verbinden lassen und die Performance von Desktop-3D-Drucker als Netzwerk stark verbessern.

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Die Blockchain ist eine Gruppe von Datensätzen bzw. Blöcken, die Transaktionsdaten und Finanzinformationen sicher, dezentral und unreguliert übertragen und speichern, wie z. B. die Anzahl der Transaktionen und die Empfängerdetails. Dadurch hat auch das Interesse an der Integration der Blockchain-Technologie in die 3D-Fertigungswelt zugenommen. Bisher wurde die Blockchain bereits verwendet, um Daten von 3D-gedruckten Flugzeugteilen zu speichern. Von Blockchain konnten sogar verschiedene Stadien des 3D-Druckprozesses profitieren – ein Beispiel ist die Technologie, die leistungsintensive Aufgaben zwischen verschiedenen Benutzern verteilt, um die Computerkapazität zu erleichtern.

3D-TOKEN ist ein Projekt des italienischen Startup-Unternehmens Politronica Srl, welches die Blockchain- und 3D-Drucktechnologien integrieren möchte, um eine einzigartige und dezentralisierte Technologie zu schaffen, mit der sich Tausende von 3D-Druckern in einem Netzwerk verbinden, das auf Blockchain basiert.

So wurde der millionste Desktop-3D-Drucker der Welt im Dezember 2017 verkauft. Vergleichsweise waren im Jahr 2015 gerade mal „nur“ 278.000 Desktop-3D-Drucker verfügbar, laut dem Wohlers Report. Daraus ist zu schließen, dass die Nachfrage nach 3D-Druckern immer größer wird, was auch unterschiedlichste Marktstudien zum 3D-Druck prognostizieren. So plant Politronica Srl das 3D-TOKEN-Projekt zu betreiben, indem ein Netzwerk aus Desktop-3D-Druckern geschaffen wird, das von der Blockchain verwaltet wird. Mit dem Projekt soll die digitale Fertigung von kleinen bis mittleren Stückzahlen zeitnah auf ein neues Niveau gebracht werden.

Wie funktioniert die Blockchain im 3D-Drucker-Netzwerk?

3D-Druck-Beispiele
Einige 3D-Druck-Beispiele von Politronica Srl, dem italienischen Unternehmen das den 3D-TOKEN herausbrachte (Bild © Politronica Srl).

Laut Coin Telegraph könnte der 3D-Druckmarkt zu seinem vollen Potential beschleunigt werden, wenn die Arbeitskraft der Netzwerkroboter zu einer vollständig realisierten Einheit wird. In diesem Fall könnten Industriestandards bezüglich Markteinführungszeiten beschleunigt und Produktkosten optimiert werden. Als Vermittler zwischen den verschiedenen 3D-Druckprojekten dient hierbei eine Online-Plattform, wodurch die Produktionskosten gesenkt werden. Derzeit verfügt die Politronica Srl über ein Netzwerk von 100 3D-Druckern, bis Ende 2019 sollen es 3.000 sein. Das entspricht einer Produktionskapazität von bis zu 300 Tonnen verarbeiteter Biokunststoffe, wobei diese Auslastung auf 1.000 Netzwerkmitglieder aufgeteilt wird.

Dazu wird das 3D-TOKEN-Projekt auch seine eigene native 3DT-Kryptowährung einführen, die auf der Open-Source Ethereum-Blockchain (ETH) basiert. Benutzer mit 3DTs können sie innerhalb des Netzwerks zu einem festen Preis handeln und den Gewinnanteil direkt vom Netzwerk erhalten. 3DTs können auch in Crowdfunding-Kampagnen oder auf internen Marktplätzen ausgegeben werden. Insgesamt werden 200 Millionen Tokens ausgegeben, wobei 150 Millionen zum Verkauf stehen. Die restlichen 50 Millionen werden für das Marketing und als Belohnung von Team-Mitgliedern und Teilnehmern gemäß 3D-TOKEN-Projektmeilensteinen aufgeteilt. Aktuelle läuft mit dem TOKEN Sale 3 die letzten Verkaufsrunde der 3DT-Tokens.

Die Politronica Srl plant ihren Netzwerkroboter nach Europa auszubauen und wird in Zukunft hoffentlich in der Lage sein, ein eigenes Blockchain-basiertes 3D-Drucknetzwerk zu betreiben und die Produktionskosten auf globaler Ebene zu senken. Wie sich diese spannende Idee entwickelt, darüber berichten wir auch in Zukunft im Newsletter von 3D-grenzenlos.

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