Umnutzung eines Kirchengebäudes:

Pfarrkirche St. Elisabeth in Aachen wurde zum Startup Tempel „Digital Church“ und verfügt nun auch über 3D-Drucker

Die Aachener Kirche St. Elisabeth konnte von der Kirchgemeinde finanziell nicht mehr getragen werden. Es fand sich ein Investor, der das Gebäude in ein Gebäude für Start-ups umfunktionierte. Jetzt stehen in der St. Elisabeth Kirche auch 3D-Drucker.

Die Pfarrkirche Sankt Elisabeth in Aachen musste aufgegeben werden und wurde von einem Investor erworben. Das Kirchengebäude wurde von ihm in eine „Digital Church“, einem Treffpunkt für Firmengründer und etablierten Unternehmen, umgewandelt.

Start-up Unternehmer in umgebauter St. Elisabeth Kirche Aachen
Oliver Grün (2.v.l.) und Jungunternehmer Björn Lang (3.v.l.) in der umgebauten Kirche St. Elisabeth Aachen. (Bild: © Simon Lanzerath)

Im Inneren der Kirche befinden sich jetzt 3D-Drucker und kleine Besprechungsecken junger Unternehmer. Der Hauptmieter der „Digital Church“ ist Oliver Grün, der zugleich Vorstand des Vereins „Digital Hub“ ist. Der Fokus seines Vereins liegt auf der Digitalisierung der Wirtschaft und fand mit der Kirche in der Jülicher Straße vor wenigen Tagen den richtigen Standort.

Umgestaltete Kirche St. Elisabeth Aachen
Blick von oben in die umgestaltete Kirche. (Bild: © Simon Lanzerath)

Bis 2016 wurde die Pfarrkirche genutzt, doch dann konnte die Pfarrei ihren Erhalt nicht mehr finanzieren, und musste einen neuen Eigentümer suchen. Norbert Hermanns fand sich als Investor, der den Verein „Digital Hub“ aktiv mitgestaltet. Die gekaufte Kirche stellte er seinem Bekannten Oliver Grün vor und für beide stand fest, dass dies ein Ort für kreative Ideen werden sollte. Künftig sollen sich in der „Digital Church“ junge Neugründer und erfahrene mittelständische Unternehmer treffen. Nur ernsthafte Gründer mit entwicklungsfähigen Ideen erhalten Zutritt zu der Kirche und müssen Mitglied des Vereins werden. Vor der Vereinsaufnahme prüft Grün jedes Konzept eines Start-ups genau, bevor der Gründer aufgenommen werden kann.

Das Interesse ist stark, so konnten im Mai bereits 100 Mitglieder gezählt werden und es kam zu einem Aufnahmestopp. Momentan sei es laut Geschäftsführerin Iris Wilhelmi so, dass man die, die unbedingt noch dazu kommen wollen, nicht abweisen möchte, daher seien es mittlerweile 138 Vereinsmitglieder. Zu den Mitgliedern zählen zum Beispiel Zentis und der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli.

Björn Lang und seine Neugründung „Physiosense“ ist ebenfalls Vereinsmitglied. Seine Firma entwickelt Sensoren, welche die optimale Sitzhaltung von Menschen ermitteln und auf diese Weise Rückenschmerzen verhindern sollen. Über eine App wird die korrekte Sitzhaltung angezeigt. Als Kunden sieht er Möbelhersteller und Autositzhersteller, die mit der Digitalisierung ihr Geschäftsmodell ändern könnten. Das Geschäftskonzept soll mit Partnern und Kunden weiterentwickelt werden. Geplant ist ein Umzug in eines der Bürogebäude in der Nähe, wenn die Idee sich so wie gewünscht entwickelt hat.

Schreibtische ersetzen Kirchenbänke
Die Kirchenbänke wurden gegen Schreibtische ausgetauscht. (Bild: © Simon Lanzerath)

Nach Vorstellung von Oliver Grün sollen sich Start-ups vom Schreibtisch in der „Digital Church“ aus zu einem großen Unternehmen mit eigenen Firmensitz entwickeln, verbunden mit einem festen Glauben an eine großartige Zukunft.

Das deutsche Start-up diamond-inventics hat ein Minilabor entwickelt, mit dem krankmachende Keime vor Ort im Schnellverfahren erkannt werden können. Gefertigt wird das Minilabor per 3D-Drucker. Die Kölner Neugründung „Die Schuhleister“ fertigen Maßschuhe mit 3D-Scanner und 3D-Drucker.

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