Schuhe nach Maß bietet das Kölner Startup „Die Schuhleister“. Für die Schuhherstellung zum Einsatz kommen 3D-Scanner und 3D-Drucker. Mit einer Kickstarter-Kampagne soll jetzt die Internationalisierung des Unternehmens vorangetrieben werden.

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Das Kölner Startup Schuhleister GmbH & Co. KG wagt einen weiteren Schritt in der Internationalisierung und präsentiert sich dafür auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Das Finanzierungsziel von 10.000 Euro ist bereits knapp 30 Tage vor Kampagnenende zu über 50 % erreicht. Doch worum geht es überhaupt?

Das Kölner Unternehmen hat sich auf die Fertigung passgenauer Maßschuhe sezialisiert. Für die Vermessung kommen moderne 3D-Scannner zum Einsatz, die ein punktgenaue Vermessung der Füße ihrer Kunden ermöglichen. Im Sommer 2016 erhielt die Neugründung mit einem Investor eine erste Finanzierung. Auf Kickstarter sollen nun auf internationaler Ebene neue Unternehmer und Unternehmen als Geschäftspartner gewonnen werden, die nach neuen Geschäftsbereichen in der Schuhbranche suchen, erklärte Schuhleister-Geschäftsführer Timo Marks. Die Digitalisierung und die 3D-Scantechnologie erlaubt es Marks zufolge, die Dienstleistungen und Produkte weltweit anzubieten.

Schuhherstellung mit 3D-Drucker und 3D-Scanner
Der Produktentwicklungsprozess der Schuhe bei Fertigung mit 3D-Scanner und 3D-Drucker (Bild © Schuhleister).

Das 3D-Kompetenzzentrum zeichnet für die Betreuung, wie die Unterstützung der weltweiten Vertriebspartner, verantwortlich und kümmert sich um die Produkte. Die Produkte umfassen auf der einen Seite physische Produkte, wie Leisten und Einlagen. Auf der anderen Seite auch virtuelle Produkte, zum Beispiel digitale Leisten und Vermessungsdaten. Europäische Hersteller erhalten diese Daten zur Fertigung der gewünschten Schuhe eines Kunden, bestehend aus einer Leiste und Auftragsbeschreibung der Kundenbestellung. Gefertigt wird bereits ab einer Stückzahl.

Zur Zeit arbeitet „Schuhleister“ mit Produzenten aus Ungarn und Portugal zusammen, doch in diesem Jahr sollen weitere Partner wie Segelschuhhersteller, High-Heels-Hersteller usw. für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Das Unternehmen tüftelt aktuell an einem automatischen Prozess, der mit einem 3D-Scanner die Fußdaten erzeugt und diese nach der Bestellung durch den Kunden an einen Auftragsfertiger übermittelt. Die Leisten werden mit einem 3D-Drucker hergestellt und die übrigen Komponenten bei einem Schuhhersteller.

Die Präsentation auf Kickstarter soll nicht nur Geschäftspartner gewinnen, sondern auch neue Zielkunden erreichen und für eine Steigerung des Bekanntheitsgrades sorgen.

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