Denkmalpflege:

Über 100 hochwertige Repliken von Skulpturen aus dem Kölner Dom mit dem 3D-Drucker gefertigt

 13. November 2015  Andreas Krämer  

Für die Stifter, Förderer und Paten der Restaurierung des Michaelportals des Hohen Doms zu Köln, gab es eine besondere Überraschung. Sie erhielten in Kooperation mit Voxeljet und 3DION als Geschenk hochwertige, 3D-gedruckte Repliken derjenigen Reliefs und Skulpturen überreicht, deren Restaurierung von ihnen finanziert wurde.

In Zusammenarbeit mit dem 3D-Drucker-Hersteller Voxeljet hat das Branchennetzwerk 3DION  Repliken für die Paten des Michaelportals hergestellt. Beim Michaelportal handelt es sich um eines von neun Portalen. mit zusammen zwölf Türen, angelehnt an die damaligen Tore des himmlischen Jerusalems aus der Apokalypse als dessen Abbild der Dom geschaffen wurde. Rund 100 Stifter, welche Patenschaften zur Restaurierung des Michaelportals übernommen hatten, erhielten am 21. August 2015 feierlich hochwertige Repliken aus dem 3D-Drucker jener Reliefs und Skulpturen überreicht, die von ihnen finanziert wurden.

Die Repliken erhielten sie zusammen mit einer Urkunde und einem Patenbrief in Form eines Katalogbandes. Im Band wird die Geschichte und Restaurierung des Michaelportals sowie aller Figuren in Text und Bild beschrieben. Der Domprobst, Vereinspräsident und Dombaumeister dankte Thomas Meurers von 3DION für die Beratung und Planung sowie Dr. Ingo Ederer, Emil Nigl und Florian Rauscher von Voxeljet für die Erstellung der Repliken und dem großartigen Sponsoring.

Im Vorfeld wurden die Figuren am Portal und die vorhandenen Gipsvorlagen aus dem 19. Jahrhundert mit einem 3D-Scanner eingescannt. Ein Spider-Scanner von Artec wurde bei den Fehlstellen der Gipsmodelle eingesetzt. Danach erfolgte vom Kölner Dienstleister 3D Scanworks eine Skalierung und Abstimmung der Daten.

Basierend auf den nun vorliegenden CAD-Daten wurden alle 108 Repliken an einem Wochenende mit dem 3D-Drucker hergestellt. Zum Beispiel wurden die Szenen des Tympomanfeldes mit dem VX1000 3D-Drucker innerhalb von nur 31 Stunden gedruckt. Zur Realisierung des gewünschten haptischen Erlebnisses mit Sandstein kam das Trägermaterial PMMA (synthetischer, transparenter thermoplastischer Kunststoff) in Pulverform zum Einsatz. In einem letzten Schritt wurden die Repliken gereinigt und zum Schutz mit Epoxidharz überzogen.

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