„3D fit technology“:

Startup Skelmet fertigt mit 3D-Drucker passgenaue, kundenspezifische Sonnenbrillen

Wer schon immer von einer eigens für ihn kreierten, passgenauen und individuell gefertigten Sonnenbrille geträumt hat, wird sich vielleicht für die Modelle des Startups Skelmet begeistern. Skelmet fertigt seine Brillen mit einem 3D-Drucker. Zuvor wird die eigene Kopfform per App hochgeladen und das Design der Brille selbst entworfen.

Skelmet Logo.Die Mitarbeiter des Startup-Unternehmens Skelmet Inc. standen vor der Frage, warum alle Brillen, Schutzbrillen und auch Helmvisiere in der gleichen Art und Weise geformt sind. Deshalb begannen sie damit, eigene Modelle zu entwickeln.

COO Rain Wang äußerte sich zu den Beweggründen folgendermaßen: „Unser Firmenname Skelmet setzt sich aus den Begriffen Skeleton und Helmet (Helm) zusammen. Wir begannen, Ideen rund um Motorradhelme, Fahrradhelme und Footballhelme zu sammeln. Aber bald erkannte ich, dass es wirklich schwierig ist, sich als Startup anzupassen.“

Stattdessen verlagerte man sich auf die Herstellung von Sport-Sonnenbrillen und hat hier einen Weg gefunden, die Brillen jedem Nutzer individuell anzupassen. Dafür verwenden sie 3D-Scanner und 3D-Drucker. Um die perfekte Passform zu erzielen, verwendet Skelmet einen Prozess, der die Bezeichnung „3D fit technology“ trägt. Eine passende Sonnenbrille kann gerade beim Ausüben von Sportarten die Sicherheit erheblich erhöhen.

Fertigungsprozess
Die Fertigung der Skelmet Sonnenbrillen in 3 Schritten erklärt. (Bild: © indiegogo.com/Skelmet)

Mit einer speziellen App können die Kunden ihr Gesicht scannen und in die App hochladen. Die Kunden haben dann die Möglichkeit, ihre ganz individuelle Sonnenbrille zu konzipieren. Zugleich wird durch eine Algorithmus sichergestellt, dass keine unzuverlässigen Daten gewonnen werden. Daher ist Skelmet auch eine Partnerschaft mit verschiedenen Bike- und Outdoor-Shops eingegangen. Sobald die passende Form ausgewählt wurde, kann die Brille mit einem 3D-Drucker bei Skelmet hergestellt werden.

Herstellung

Für die Herstellung der Sonnenbrillen kommen unter anderem die 3D-Drucker EOS P100 von EOS zum Einsatz, die Nylon-Kunststoff-Pulver verarbeiten können. Das Gewicht der so hergestellten Sehhilfe liegt bei gerade einmal 17 Gramm.

Passgenaue Fertigung
Die Skelmet Falcon I Sonnenbrillen werden passgenau gefertigt. (Bild: © indiegogo.com)

Skelmet selbst stellt jedoch nur die Rahmen her. Deshalb sind sie eine Partnerschaft mit Essilor, einem der weltweit größten Brillenglas-Hersteller eingegangen. Die eingesetzten Gläser sind im Übrigen austauschbar. Zuerst wird Skelmet Nutzern das Basis-Design Falcon I zur Verfügung stellen. Zugleich strebe man an, den Begriff der „Größen“ zu beseitigen. Jeder der insgesamt 7,4 Milliarden Menschen sei einzigartig, deshalb müsse es auch 7,4 Milliarden einzigartige Größen geben, so Wang weiter. Natürlich könne man dies nicht allein erreichen, Sportbrillen seien aber nur als Anfang zu sehen.

Skelmet Falcon I
Skelmet Falcon I Sonnenbrillen-Modelle. (Bild: © indiegogo.com)

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann auf Indiegogo seine eigene Falcon I Sport-Sonnenbrille vorbestellen. Die Herstellungskosten sollen etwa 230 US-Dollar betragen. Sobald die Gläser auf dem Markt erhältlich sind, wird der Preis für die Sonnenbrille sicher also über diesem Preis, bei etwa 350 US-Dollar liegen. Mit der Auslieferung der Modelle wird es aber noch etwas dauern; diese ist derzeit für September 2017 geplant. Langfristig sei angedacht, die weltweit größte Anpassungsplattform mit der größten 3D-Kopf-Scan-Datenbank aufzubauen, so Wang abschließend. Über die weitere Entwicklung werden wir wie gewohnt auf 3D-grenzenlos und in unserem kostenlosen Newsletter berichten.


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