Erfolgsgeschichte:

Solinger 3D-Druck-Netzwerk nahezu explosionsartig gewachsen

Erst vor zwei Jahren wurde das Solinger 3D-Netzwerk geschaffen. Mittlerweile zählt es 450 Mitglieder, zu denen einige renommierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen gehören. Ziel ist es, diese bei der Nutzung des 3D-Drucks bzw. der additiven Fertigung zu unterstützen.

Im Jahr 2015 wurde das Solinger 3D-Netzwerk ins Leben gerufen und verzeichnet mit aktuell 450 Mitgliedern ein nahezu explosionsartiges Wachstum. Gegründet wurde es auf Initiative der städtischen Wirtschaftsförderung. Zu den Mitgliedern zählen bekannte Firmen und Einrichtungen wie die Deutsche Telekom AG oder die Fraunhofer Gesellschaft.

Insgesamt haben sich 15 Universitäten bzw. deren Fachbereiche dem 3D-Netzwerk angeschlossen. Wie Netzwerk-Manager Werner Koch berichtet, sei man mittlerweile das wichtigste Netzwerk dieser Art in Deutschland. In den nächsten Jahren wird mit einem zweistelligen prozentualen Zuwachs an Mitgliedern gerechnet. Die Einführung einer Premium-Mitgliedschaft wird überlegt.

Das Solinger Netzwerk wurde mit dem Ziel gegründet, Unternehmen und Institutionen zusammenzubringen, die Interesse am Thema 3D-Druck haben. Das Geschäftsmodell soll sich wegen der steigenden Beliebtheit und wachsenden Aufgaben verändern. Eine Stelle in der Netzwerk-Verwaltung wird von der Wirtschaftsförderung Solingen finanziert. Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung unterstützen das Netzwerk außerdem bei der Arbeit. Die Vorteile liegen für die Stadt auf der Hand.

3D-Netzwerk-Manager mit Ultimaker 3D-Druckern
Der Manager des 3D Netzwerks Solingen, Werner Koch, mit zwei Ultimaker 3D-Druckern. (Bild: © Uli Preuss)

Ein junges Startup aus Wuppertal entschied sich aufgrund des Netzwerkes für Solingen als Standort, der Firma könnten nach Einschätzung Kochs weitere Unternehmen folgen. Das 3D-Netzwerk hat sich für Solinger Firmen bereits zu einem wichtigen Ratgeber im Bereich 3D-Druck entwickelt. Das Image der Stadt erfährt eine Aufwertung, weil Solingen nicht mehr nur als „Klingenstadt“ bekannt ist, sondern als Kompetenzzentrum für 3D-Druck wahrgenommen wird.

Im Rahmen der Anpassung des Geschäftsmodells des Netzwerks sollen bestimmte Beratungen und Dienstleistungen kostenpflichtig werden, indem über die Einführung einer Premium-Mitgliedschaft mit Zusatzleistungen nachgedacht wird. Die Mitgliedschaft im 3D-Netzwerk soll jedoch grundsätzlich kostenlos bleiben. Rund ein Drittel aller Mitglieder stammt aus der Klingenstadt, über die Hälfte aus dem Bergischen Land und 70 Prozent aus Nordrhein-Westfalen. Die übrigen Mitglieder kommen aus allen Teilen Deutschlands. Eine Handvoll ist im Ausland beheimatet, darunter ein Mitglied aus Indien.

Die Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung der Fraunhofer Gesellschaft ist seit über einem Jahr Netzwerk-Mitglied, erklärte Dr. Wolfdietrich Meyer vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung gegenüber der Zeitung „Solinger Tageblatt“. Neue Geschäftskontakte in der Industrie erhofft sich die Fraunhofer Gesellschaft über das Netzwerk aufbauen zu können. Auf der Hannover-Messe konnte sich die Gesellschaft zum Thema 3D-Druck dank Solinger Kontakte schon präsentieren.

Form 2 von Formlabs
Das Ecosystem vom Form 2 von Formlabs (Bild © Formlabs).

Im Juli trat mit der Formlabs GmbH das 400. Mitglied dem Solinger Netzwerk bei. Das Unternehmen aus Berlin ist die europäische Hauptniederlassung des US-amerikanischen 3D-Druckkonzerns Formlabs.

Der amerikanisch-israelische 3D-Drucker-Hersteller Stratasys ist dem Solinger Netzwerk über die deutsche Tochterfirma Stratasys GmbH im Mai beigetreten. Ein neues Network mit der Bezeichnung „3D Druck von Ersatzteilen“ wurde in diesem Jahr gegründet und hat Unternehmen im Fokus, die einen großen Bedarf an Ersatzteilen haben und daran interessiert sind, komplizierte Logistikketten zu reduzieren.

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