Der deutsche Hersteller für 3D-Drucker und Druckmaterialien German RepRap hat sein Portfolio für Filamente erweitert. Neu sind ASA, ESD ABS und Performance ABS, welche wir in diesem Beitrag einmal genauer vorstellen.

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Der 3D-Drucker-Hersteller German RepRap aus Feldkirchen bei München hat sein bestehendes Filament-Portfolio um drei neue 3D-Druckmaterialien erweitert. Die neuen Materialien ASA, ESD ABS und Performance ABS können ab sofort bestellt werden. Das Filament PET-G steht seit heute außerdem in der Farbvariante Grau und das biegsame TPU93 in Schwarz zur Auswahl. Auf Grundlage der Informationen die German RepRap an 3D-grenzenlos gesendet hat, stellen wir die Filamente im Folgenden einmal genauer vor.

ESD ABS

Das elektrisch leitfähige Filament ESD ABS eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen durch statische Aufladungen ein Schaden verursacht werden könnte. Es kann eingesetzt werden, um Explosionen oder Leistungsbeeinträchtigungen zu verhindern. Zum Beispiel in der Lagerung und Lieferung von Kraftstoffen liegt ein Anwendungsbereich. Bei Produktionen in denen Staub, Pulver oder Dunst anfallen, sorgt das ESD ABS für Abhilfe, indem eine Anziehung der Partikel auf die Kunststoffoberfläche des gedruckten Objekts unterbunden wird. Verfügbar ist das Kunststoff-Filament ESD ABS in schwarzer Farbe als 750 Gramm Spule und als 2,1 kg Spule, jeweils mit 1,75 mm im Durchmesser.

ASA

ASA-Filament
Objekt gedruckt mit ASA-Filament in der Farbe natur (Bild © German RepRap).

Das ASA Filament besteht aus einem Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Copolymer und wird als Outdoor-Alternative zum ABS im Spritzguss eingesetzt. Die Formbeständigkeit bei Hitze ist gegenüber ABS höher, weist eine Resistenz gegen UV-Licht und Chemikalien auf. Verglichen mit ABS hat es eine hohe Schlagzähigkeit und eignet sich wegen seiner Eigenschaften vor allem für technische Funktionsbauteile. Erhältlich ist das ASA-Filament in der Farbe Natur als 0,75 Kilogramm und 2,1 Kilogramm Spule zu je 1,75 mm Durchmesser.

Performance ABS

Performance ABS Filament
Objekt gedruckt mit Performance ABS in der Farbe Natur (Bild © German RepRap).

Der Performance ABS hat vergleichbare mechanische und thermische Eigenschaften. wie das bereits verfügbare Standard ABS, jedoch ist der thermische Verzug deutlich niedriger. Komplexe, filigrane und große Objekte lassen sich mit Performance ABS laut Herstellerangaben um einiges einfacher drucken. Verfügbar in Naturfarbe als 0,75 Kilogramm und 2,1 Kilogramm Spule.

TPU93

Das Filament TPU93 ist ein thermoplastisches Polyurethan, welches zum Beispiel für Kabelummantelungen oder zur Beschichtung für haptisch angenehme Oberflächen an Fahrzeuginnenausstattungen eingesetzt wird. Das weiche Material zeigt sich gegenüber UV-Licht und Ozon beständig, ist abrieb- und wetterfest. Die Flexibilität ist enorm, so wurde bei Messungen nach der DIN EN ISO 527 eine Bruchdehnung von beeindruckenden 500 % erreicht. Die Shorehärte liegt bei 93. Erhältlich ist das TPU93 in schwarzer Farbe.

PET-G

Das 3D-Druckmaterial PET-G zeichnet sich durch optimale mechanische Eigenschaften und einer ausgezeichneten thermischen Formbarkeit aus. Die Herstellung des thermoplastischen Kunststoffs erfolgt durch Polykondensation und entstammt der Gruppe der Polyester und befindet sich vielfältig im Einsatz. PET-G ist polar und spiegelt sich durch starke zwischenmolekulare Kräfte wieder. Hohe Bruchfestigkeit und Formbeständigkeit bei bis zu 80 Grad Celsius zählt zu den Haupteigenschaften des Materials. Als graue Farbvariante ist PET-G ab sofort erhältlich.

Alle Filamente sind als 0,75 Kilogramm und 2,1 Kilogramm Spule mit 1,75 mm im Durchmesser verfügbar. Die Materialien sind exklusiv bei German RepRap und zertifizierten Vertriebspartnern erhältlich. Sie lassen sich mit allen handelsüblichen 3D-Druckern verwenden, die herstellerunabhängiges Filament nutzen.

Vom 12. Juni bis 12. Juli 2017 gibt es anlässlich der Rapid.Tech-Messe (20.-22. Juni) eine Sonderrabattaktion auf alle X350Pro und X400 German RepRap 3D-Drucker.

Mehr vom Markt für Filamente: Das russische Unternehmen Anisoprint hat ein Filament entwickelt, welches stärker als Eisen ist und ein geringeres Gewicht als Titan aufweist. Die Berliner Firma 3dk.Berlin stellte im Mai 2017 mit „k-top“ ein neues Hochtemperatur-Filament für Standard-3D-Drucker vor. Innovativ zeigt sich das Startup Fishy Filaments, welches aus alten Fischernetzen Filamente für den 3D-Drucker herstellen möchte.

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