Gut verpackt:

PrintDry Einzelcontainer sorgen für luftdichte Aufbewahrung von 3D-Druck Filamentspulen

Das kanadische Unternehmen PrintDry hat Einzelcontainer bzw. Einzelbehälter für die sichere und vor allem luftdichte Aufbewahrung von 3D-Druck Filamenten entwickelt. Mit diesen Containern wird verhindert, dass sich der Wassergehalt des Filaments während deren Lagerung ändert.

PrintDry LogoFast jeder Nutzer eines 3D-Druckers dürfte sich schon einmal darüber geärgert haben, dass sich sein Filament nicht mehr so gut verarbeiten ließ wie direkt beim ersten Einsatz. Einer der Gründe, die dazu geführt haben könnten, kann ein zu hoher Wassergehalt sein. Werden Filamentspulen nahezu ungeschützt aufbewahrt, kann das Material Feuchtigkeit aufnehmen, was zu einer schlechteren Druckqualität führt. Deshalb ist es wichtig, die Filamente in einer trockenen Umgebung aufzubewahren, um so für eine längere Haltbarkeit zu sorgen.

PrintDry hat aus diesem Grund im Jahr 2016 nicht nur einen Filamenttrockner entwickelt, über den auch wir berichtet haben, sondern stellt nun bei Kickstarter seinen neu entwickelten Filament Container vor.

PrintDry Filamentcontainer mit rotem Filament
Dieser Filamentcontainer ermöglicht eine trockene und sichere Lagerung (Bild © PrintDry/Kickstarter).

Wie kam es zu dieser Idee?

Viele Maker bewahren ihre Filamente in wiederverschließbaren Plastikbeuteln mit Zip-Verschluss auf. Diese Beutel können aber – gerade bei längerer Lagerung oder häufigerer Entnahme – Rillen oder Löcher aufweisen. Manchmal geschieht es auch, dass der Verschluss nicht ganz zu oder etwas eingerissen ist. Das Feuchtigkeitsproblem fällt dann aber erst auf, wenn der nächste Druckprozess gestartet wurde.

Filamentspulen in Zip-Plastikbeuteln.
Filamentspulen in teilweise beschädigten Zip-Plastiktüten (Bild © PrintDry/Kickstarter).

Wer bereits vor dem Problem stand, dass ein Plastikbeutel nicht sicher verschlossen war, entschied sich oft dazu, größere Kunststoffbehälter für die Lagerung der Filamente zu nutzen. Diese sind in der Regel so groß, dass mehrere Filamentspulen darin aufbewahrt werden. Diese großen Boxen werden allerdings öfter geöffnet, um entweder eine neue Spule zu entnehmen oder eine bereits verwendete wieder zurückzulegen. Bei jeder Öffnung dringt feuchte Luft in die Box und eine trockene Lagerung ist so im Laufe der Zeit oft nicht mehr gegeben.

Deshalb hat sich PrintDry dazu entschieden, Filamentcontainer zu entwickeln, in der nur eine einzige Spule Platz findet. Diese Container weisen zudem folgende Features auf:

  • 15x dickere Wandstärke als ein Plastikbeutel mit Zip-Verschluss,
  • Sie sind durchsichtig. Somit ist direkt zu sehen, welches Material sich in der Box befindet,
  • Luftdichter Abschluss durch spezielle Silikondichtung und 4 starke Klammern.

Tests erfolgreich abgeschlossen

Der PrintDry Filamentcontainer wurde mit einer 750 g Filamentspule und insgesamt 5 Trockenmittelbeuteln bestückt.

PrintDry Filamentcontainer im Test.
Der PrintDry Filamentcontainer wurde einigen Tests unterzogen, wobei auf diesem Bild das Filament fehlt (Bild © PrintDry/Kickstarter).

Anhand der Grafik sehen Sie die Änderung der relativen Feuchte (graue Linie) im Behälter sowie die Umgebungsfeuchtigkeit (rote Linie), wenn das Material länger gelagert wird.

Grafische Darstellung.
In diesem Diagramm werden die Änderungen der relativen Feuchte (graue Linie) und der Umgebungsfeuchtigkeit (rote Linie) bei einer längeren Lagerung dargestellt (Bild © PrintDry/Kickstarter).

Es ist optimal, wenn die Filamentspule mit mehreren Trockenmittelbeuteln gelagert wird. Aus diesem Grund liefert PrintDry zu jedem Container Trockenmittelbeutel dazu. Damit diese von optimaler Qualität bleiben, sollten diese einmal monatlich im PrintDry Filamenttrockner entfeuchtet werden. Sicherlich lassen sich aber auch Trockenbeutel anderer Hersteller verwenden.

Die Filamentcontainer tragen aber nicht nur dazu bei, die Filamente trocken zu halten und Druckprobleme zu reduzieren, sie sorgen zudem auch für einen sauberen und organisierten Druckbereich. Zugleich tun Nutzer auch etwas für die Umwelt, denn diese Boxen können über Jahre hinweg immer wieder verwendet werden, während die Zip-Beutel öfter ausgetauscht werden müssen. Von Vorteil ist auch, dass die Filamentcontainer problemlos übereinander gestapelt werden können und vermutlich auch bruchsicher sind. Auch wenn diese von Kindern vermutlich sind so schnell geöffnet werden können, sollten sie doch – genau wie der 3D-Drucker und das weitere Zubehör – kindersicher aufbewahrt werden.

Die Filamentcontainer sind stapelbar.
Die Filamentbehälter lassen sich problemlos übereinanderstapeln (Bild © PrintDry/Kickstarter).

Technische Daten

  • Größe der Container: 26,5 cm Durchmesser x 10 cm Höhe,
  • Maximale Filamentspulengröße: 20,5 cm Durchmesser x 7,5 cm Höhe,
  • Angebotene Gebindegröße: 6 Stück.

Die Filamentcontainer werden weltweit versandt. Insgesamt bietet PrintDry bei Kickstarter verschiedene Pakete an. Das günstigste (Early Bird) kostet umgerechnet 33 Euro und beinhaltet 6 Container inklusive Trockenbeutel. Dieses Angebot kann allerdings nur von 200 Unterstützern genutzt werden. Sind diese 200 Unterstützer erreicht, können die 6 Filamentcontainer für 46 Euro (Special A) oder aber 12 Filamentcontainer für 87 Euro (Special B) gekauft werden. Als voraussichtlichen Liefertermin hat PrintDry den Dezember 2017 angegeben.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass das Kickstarter Finanzierungsziel von 3.500 Kanadischen Dollar schon längst erreicht wurde. Vielleicht entscheidet sich ja der eine oder andere Leser dieses Beitrages dazu, diese Container zu erwerben und möchte später im Kommentarfeld davon berichten?

Geöffneter und geschlossener Filamentcontainer.
Hier öffnet und schließt sich der Einzelcontainer (Bild © PrintDry/Kickstarter).

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