Kosmonauten aus Russland ist es erstmals gelungen, auf der internationalen Raumstation ISS Fleisch mit einem 3D-Drucker herzustellen. Damit erlangt das Ziel, langfristig individuelle Speisen in größeren Mengen im Weltall mit 3D-Druckern herzustellen, einen neuen Meilenstein. Verläuft die angelegte Testreihe erfolgreich, wären so ausgedehntere Missionen ins All möglich. Eine Übersicht der aktuellen Gegebenheiten.

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Russische Kosmonauten auf der internationalen Raumstation ISS haben zum ersten Mal erfolgreich mit einem 3D-Drucker auf der ISS Fleisch hergestellt. Jusef Chesuani, vom russischen Labor 3D Bioprinting Solutions, freut sich über das erfolgreiche Experiment, das laut dem Schweizer Regionalsender „Telebasel“ bereits im September stattgefunden hat.

Fleischähnliches Gewebe aus dem 3D-Drucker

Aus Zellen wurde mit einem Bioprinter künstliches und fleischähnliches Gewebe von Rindern, Hasen und Fischen hergestellt. Es ist der erste 3D-Drucker überhaupt, mit dem kleine Mengen von künstlichem Fleisch im All gedruckt werden konnten. Über vegane Frikadellen, die auf der Erde gedruckt wurden, haben wir zuletzt im April 2019 berichtet.

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Durchgeführt hat das Projekt von 3D Bioprinting Solutions der russische Kosmonaut Oleg Skripotschka. Die Zellen stammten von Lebensmitteltechnikfirmen aus den USA und Israel. Das private russische Unternehmen Invitro hat das Labor 3D Bioprinting Solutions mithilfe einer Mitfinanzierung von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos gegründet.

Fleischersatz aus dem 3D-Drucker
Auf der internationalen Raumstation ISS wurde erfolgreich Fleisch gedruckt, ähnlich wie dieses von Nova Meat (Bild © Giuseppe Scionti).

Mehr Fleisch nur mit komplexeren Geräten

Die Schwerelosigkeit macht den 3D-Druck von künstlichem, fleischähnlichem Gewebe leichter als unter Schwerkraftbedingungen. Chesuani zufolge braucht man jedoch komplexere Geräte, um mehr Fleisch im Weltall zu produzieren. Bisher steht Astronauten im Weltall vakuumiertes oder getrocknetes Fleisch zur Verfügung.

Mit 3D-gedruckten Lebensmitteln könnte man ausgedehntere Missionen planen und in entlegenere Bereiche des Weltalls reisen, meint Astronaut Oleg Kononenko, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Missionen wie die Reise zum Mond beispielsweise. Wie wir im Juli 2019 berichtet haben, setzt Russland bei der Planung einer Mondbasis bereits auf die Hilfe von 3D-Druckern.

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