An der 17. Architekturbiennale Venedig 2021 ist seit Ende Mai eine 3D-gedruckte Landschaft namens „Magic Queen“ zu sehen. Diese wird von einem Roboterarm, der als Gärtner fungiert, „versorgt“. Maschinelles Sehen, Künstliche Intelligenz und Robotik sind zwei der vielen Faktoren, die diese Arbeit möglich machen. Wir stellen das gesamte Projekte inklusive der mit 3D-Druck hergestellten Landschaft einmal genauer vor.

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Auf der Architekturbiennale von Venedig 2021 wird die „Magic Queen“ vorgestellt, eine mit dem 3D-Drucker hergestellte Landschaft, die von einem „Gärtner“-Roboter gepflegt wird. Die aus 90 Tonnen heimischem Boden bestehende biologisch abbaubare Struktur wurde über einen Zeitraum von drei Monaten direkt am Veranstaltungsort gedruckt. Im Laufe der Veranstaltung wird sie verschiedene Pflanzen- und Pilzarten beherbergen.

Hinter dem Projekt steckt MAEID, ein interdisziplinäres Team, das von Daniela Mitterberger und Tiziano Derme geleitet wird. Die Landschaft ist als gebauter Lebensraum konzipiert, der sich selbst wiederherstellen und pflegen kann und die Rolle lebender Systeme in der Architektur neu definiert, wie MAEID in einem Interview mit Designboom erklären. Wir haben 10 erstaunliche Architekturprojekte, die mit 3D-Druck realisiert oder geplant wurden, in einem Artikel zusammengefasst.

Roboter pflegt Landschaft
Ein Roboterarm (im Bild über Landschaft) übernimmt das „Gärtnern“ (Bild © Zita Oberwalder).

Details zur 3D-gedruckten Landschaft

Die hybride Umgebung vereint und verschmilzt biologische Systeme mit organischen Materialien und Maschinen.

Mitterberger und Derme erklären:

„Der anlässlich der Architekturbiennale präsentierte Projektraum ist ein performativer Robotergarten aus Boden in 3D gedruckt, der Sensoren, reaktionsschnelle Technologien und maschinelles Lernen verwendet, um kontinuierliches Feedback zwischen Wahrnehmung, Virtualisierung und induziertem Wandel zu erzeugen. Die Pilzflora und die Bodenstruktur hängen davon ab, dass der Roboter sie bewässert. Gleichzeitig ist der Roboter auf seine Existenz angewiesen, um sich zu bewegen.“

Von oben hängend tastet der ABB-Roboter die „techno-organische“ Topografie darunter ab. Er ist dabei mit zwei Arten von Werkzeugen und Sensoren ausgestattet. Einem Bewässerungssystem zum Gärtnern der Samen der Pilze im Boden und einem Bildverarbeitungssystem, das Veränderungen der Oberflächenstruktur registriert. Das Werk wurde in drei Monaten vor Ort errichtet.

Roboterarm wird zum Gärtner

Während der Ausstellung wachsen verschiedene Pflanzen und Pilze auf der vollständig biologisch abbaubar Anlage. Der Roboterarm übernimmt das Gärtnern. Mit Sensoren, reaktionsschnellen Technologien und maschinellem Lernen wird kontinuierliches Feedback erzeugt. Der Roboterarm wird das Bodenökosystem über einen Zeitraum von sechs Monaten überwachen, physikalisch-chemische Daten sammeln und diese Daten in hörbare Töne und eine visuelle Schnittstelle umwandeln.

Am Roboterarm befindet sich ein Endeffektor mit zwei primären Sensorkamerageräten und einem Prozessor. Die Recheneinheit verwendet dann verschiedene Algorithmen für maschinelles Sehen und künstliche Intelligenz, die Daten sammeln und sortieren, um Muster zu erkennen, die sich aus der Interaktion der Landschaft mit der Umgebung ergeben. Das System ist dank der Zusammenarbeit von Datenerfassung, maschinellem Sehen und Robotik möglich. Die Struktur wird mit einem neuartigen Roboter-Binder-Jetting-Verfahren für körnige Biokomposite und ungiftige Bindemittel hergestellt. Die 17. Architekturbiennale Venedig 2021 läuft seit dem 22. Mai 2021 und endet am 21. November 2021. Mehr Infos finden Sie dazu hier.

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