Das israelische Unternehmen MeaTech konnte erfolgreich eine mehr als 700 Gramm schwere 3D-gedruckte Biomasse an reinem Hühnerfett „drucken“. Damit kommt es seinem Ziel näher, eine schmackhafte und umweltfreundliche 3D-Druck-Fleisch-Alternative zu entwickeln. Wird das Hühnerfett zugelassen, dann soll es im kommenden Jahr in einer Pilotanlage produziert und als geschmacksverstärkende Zutat vermarktet werden.

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MeaTech LogoDem israelischen Lebensmitteltechnologieunternehmen MeaTech ist es laut einer Pressemitteilung gelungen, in einem einzigen Durchlauf mehr als 700 Gramm reines Hühnerfett zu kultivieren. Nach dem erfolgreichen ersten Biomasse-Demo-Druck stiegen die Aktien von MeaTech um 11% von 5,3 USD (4,5 EUR) auf 5,9 USD (5,01 EUR). Für MeaTech ist der gelungene 3D-Druck ein weiterer Schritt in einem Plan, eine schmackhafte und umweltfreundliche 3D-Druck-Fleisch-Alternative zu entwickeln. Geschaffen hat das Hühnerfett, das sich wie echtes Fett verhalten soll, die Tochtergesellschaft Peace of Meat. Wenn die Behörden den 3D-Druck von Hühnerfett zulassen, dann wird MeaTech das Fett im nächsten Jahr in einer Pilotanlage produzieren und als geschmacksverstärkende Zutat vermarkten. Wir haben über eine geplante Pilotanlage in Belgien bereits berichtet.

3D-Druck-Anlage für Fleisch von MeaTech
MeaTech plant eine Anlage (im Bild) in Belgien für den 3D-Druck von Fleisch (Bild © MeaTech).

David Brandes, MD von Peace of Meat, sagte:

„Unser kurzfristiges Ziel ist es, dass kultivierte Hühnerzellen von MeaTech in strategischen Kooperationen zur Entwicklung von Hybridprodukten vermarktet werden können. Der heutige vorläufige Produktionserfolg bringt uns unserem längerfristigen Ziel, die menschliche Ernährung hin zu nachhaltigeren, aber ebenso schmackhaften Lebensmitteln zu verändern, einen Schritt näher.“

3D-Druck von Fleischalternativen

Pflanzliche Alternativen sind laut MeaTech für viele Fleischkonsumenten kein guter Ersatz für echtes Fleisch. Gerade die Textur und der Geschmack lassen sich schwer nachbilden. Kultiviertes Hühnerfett in geringer Konzentration von 10% reicht bereits, um in pflanzlichen Fleischgerichten eine sensorische Wirkung zu erzielen. Daher möchte das Unternehmen tierisches Fett im großen Maßstab kultivieren, die charakteristische Aromen und Texturen von konventionell gezüchtetem Fleisch liefern.

Bei „Hybridfleisch“ werden pflanzliche und kultivierte Fleischzutaten effektiv miteinander für schmackhafte vegane Gerichte vermischt. Einer Umfrage von Peace of Meat zufolge sind 68% der Befragten kultiviertem Fett in ihren Produkten nicht abgeneigt. In Deutschland steigt das Interesse daran, 3D-gedrucktes Alternativfleisch zu probieren, wie eine Umfrage der Bitkom ergab.

Brandes sagt weiter dazu:

„Die Auswirkungen dieser Branche auf Tierschutz und Nachhaltigkeit sind enorm, aber es bleibt eine Herausforderung, Fleischesser zu einer dauerhaften Ernährungsumstellung zu bewegen. Kulturfett könnte die fehlende Zutat sein, die echte Fleischigkeit erzeugt, und die Pflanzenindustrie ist für diese Innovation sehr empfänglich.“

Bioprinting-Technologie für hochwertige Fleischstücke

MeaTech hat Anfang des Jahres eine Bioprinting-Technologie patentiert, die es Anfang des Jahres patentiert, die eine „außergewöhnliche Bio-Tintenkontrolle“ bei der Produktion von Fleischersatz möglich machen soll. Das Unternehmen geht davon aus, dass damit der 3D-Druck von hochwertigen, dickeren Fleischstücken mit einer höheren Auflösung als derzeit möglich wird. MeaTech erforscht außerdem die Skalierung des 3D-Drucks von Schweinefleisch. Das Unternehmen CellX untersucht den 3D-Druck von Schweinefleisch ebenfalls.

„Wir beabsichtigen, unsere 3D-Biodrucktechnologien weiter zu nutzen, von denen wir glauben, dass sie die optimale Technologie sind, um strukturierte Fleischgewebe wie Steaks unter Laborbedingungen herzustellen“, sagte Fima letzten Monat. „Wir glauben, dass die Entwicklung zusätzlicher Produktlinien für gezüchtetes Fleisch das Potenzial hat, unsere adressierbaren Märkte zu erweitern und zusätzliches Umsatzpotenzial zu generieren.“

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