„Wir schicken einen 3D-Drucker ins All“ – die Nasa entwickelt ein neues Superwerkzeug für seine Astronauten (Bild ©: nasa.gov)

Wenn man flexibel sein möchte, muss man spontan entwerfen und herstellen können, und genau da kommt der Weltraum-3D-Printer ins Spiel“, sagte Dave Krsmeyer, Direktor der Ingenieurabteilung am NASA-Forschungszentrum Ames. Flexibilität: Eines der Schlüsselwörter in der Raumfahrt. Und besonders für Flexibilität steht die neue 3D-Druck-Technologie.

Für die Auswahl eines geeigneten 3D-Druckers haben die Verantwortlichen des NASA zunächst den gesamten Markt der 3D-Drucker sondiert. Dabei wurden einfachere Geräte um die 300 Dollar bis hin zu professionellen Geräten bis zu 500.000 Dollar auch ihre Tauglichkeit für den Einsatz im All analysiert. Das Ergebnis war erwartungsgemäß ernüchternd. Alle Apparate sind nur ihren Einsatz auf der Erde geeignet. Gewicht, Druckbeständigkeit, Verhalten in der Schwerelosigkeit sind nur einige der Schwierigkeiten für den Einsatz der 3D-Drucker im All.

NASA beauftragt Unternehmen für den Bau eins Weltall-3D-Druckers

Damit war klar: Ganz ohne Forschung und Entwicklung geht es auch in diesem Fall nicht. Ein 3D-Drucker „von der Stange“ kommt nicht in Frage. Die NASA heuerte demnach bereit im Jahr 2010 das Startup-Unternehmen Made in Space an, um einen zweckmäßigen 3D-Drucker zu entwickeln.  Dem Ingenieur-Team war bereits damals schon die große Herausforderung bekannt und schickte seine Prototypen für mehrere Dutzend Flüge in dem als „Kotzkometen“ bekannten NASA-Simulationsraumschiff auf die Reise.

Stellen Sie sich einen Astronauten vor, der in einer Situation von Leben und Tod eine Reperatur an der Internationalen Raumstation vornehmen muss“ (Kemmer, Chef von Made in Space, zur Motivation für die Entwicklung des Weltraum-3D-Druckers)

Forschung, Entwicklung, Kotzkoment – „Die Mühe wird sich lohnen“

Firmenchef von Made in Space Kemmer äußerte sich positiv zum Einsatz der Mühen von NASA und seiner Firma: „Stellen Sie sich einen Astronauten vor, der in einer Situation von Leben oder Tod eine Reparatur an der Internationalen Raumstation vornehmen muss“, erklärte er. „Statt darauf hoffen zu müssen, dass die nötigen Teile und Werkzeuge schon auf der Station sind, wäre es doch was, wenn die Teile in 3D gedruckt werden könnten, wenn sie gebraucht werden, oder?

Die Vorstellung, Astronauten können sich zukünftig ihre Werkzeuge „vor Ort selber drucken“, ist tatsächlich ein wünschenswerter Gedanke. Bisher mussten Astronauten ihre Werkzeuge für ihre Schwerstarbeit  immer von der Erde mitnehmen. Mit dem Weltraum-3D-Drucker könnten die Astronauten wichtige Handgriffe bei ihren Mission künftig auch spontan selbst übernehmen. Damit können sie unterschiedlichste Ersatzteile – bis hin zum kleinen Satelliten – selbst herstellen. Besteht der 3D-Drucker die umfangreichen Tests und den Weg zur IIS, könnte der 3D-Weltraum-Drucker bereits nächstes Jahr seinen ersten Einsatz finden.

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