Low-Cost-Design in der eigenen Fabrik: Nach dieser Idee hat das Kölner Unternehmen igus GmbH mit hauseigenen Maschinenbau-Komponenten einen HT-3D-Drucker für die Entwicklung neuer Hochtemperatur-Filamente gebaut. So wurden die kompletten Linearsysteme, bestehend aus drylin W Linearführungen, dryspin Spindeln aus Edelstahl und Schrittmotoren aus dem igus Standard benutzt.

Dank des neuen 3D-Druckers können Anwender jetzt mit dem Hochleistungskunststoff iglidur RW370 auf ein schmier- und wartungsfreies Filament für die Fertigung von hitzebeständigen Sonderteilen zurückgreifen.

„Ein schönes Beispiel für unseren Low-Cost-Design-Gedanken“, so Tom Krause, igus GmbH, zu dem von seinem Team neu entwickelten und gebauten Hochtemperatur-3D-Drucker.

Details zum HT-3D-Drucker

3D-Hochtemperatur-Drucker von igus
3D-Hochtemperatur-Drucker von igus (Bild © igus GmbH).

Hohe Temperaturen machen nicht nur vielen Maschinenelementen in Anlagen, sondern auch herkömmlichen 3D-Druckern zu schaffen. Um neue Filamente für Verschleißteile in Hochtemperaturanwendungen zu entwickeln, hat igus jetzt einen Hochtemperatur-3D-Drucker gebaut.

Für die Mechanik griffen die igus Ingenieure auf hitzebeständige Edelstahlkomponenten der wartungsfreien drylin W Linearführung und laufruhigen dryspin Steilgewindespindeln in der X-, Y- und Z-Achse zurück. Schmiermittelfreie Linearlagerfolien und Spindelmuttern aus den verschleißfesten Hochleistungskunststoffen iglidur X und iglidur C500 sorgen für eine präzise Verstellung der Bauplatte, selbst bei Bauraumtemperaturen von bis zu 200 Grad Celsius.

„In dem neuen 3D-Drucker setzen wir auf die igus Standardkomponenten, die auch bei den hohen Bauraumtemperaturen zuverlässig funktionieren. Dabei benutzen wir eine Düse, die bei einer Temperatur von bis zu 400 Grad Celsius das Filament aufschmelzen kann. So konnten wir jetzt mit iglidur RW370 ein neues Filament für Hochtemperatur-Umgebungen entwickeln und ausgiebig testen“, erklärt Tom Krause, Leiter Geschäftsbereich Additive Fertigung bei der igus GmbH.

RW370 – das brandhemmende Hochtemperatur-Filament

Mit einer oberen kurzzeitigen Anwendungstemperatur von + 190° C und einer oberen langzeitigen Anwendungstemperatur von + 170°C gehört das RW370 zu den Filamenten, die mit einem handelsüblichen 3D-Drucker nicht zu verarbeiten sind. Das für die Bahntechnik (erfüllt europäische Brandschutznorm DIN EN45545) entwickelte Hochtemperatur-Filament ist vielseitig. Es besitzt sehr gute brandhemmende Eigenschaften und verfügt über eine sehr gute Verschleißfestigkeit – Schmierfette sind ebenfalls nicht erforderlich, da der iglidur Kunststoff bereits mithilfe von eingebetteten Festschmierstoffen tribologisch optimiert ist. Die weiteren Details zu dem iglidur RW370 finden Sie in dem  Werkstoffdatenblatt, in dem weiterhin Auskünfte über die mechanischen, physikalischen und elektrischen Eigenschaften einsehbar sind.

Konstruktionsdaten kostenlos downloaden

Die Konstruktionsdaten für den Bau des 3D-Hochtemperatur-Druckers stellt igus allen Interessenten kostenlos zur Verfügung. Zu finden sind die CAD-Daten zu dem Hochtemperatur-Drucker auf igus.net unter diesem Link.

Über igus

Die igus GmbH ist ein weltweit führender Hersteller von Energiekettensystemen und Polymer-Gleitlagern. Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Köln ist in 35 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit 4.150 Mitarbeiter. 2018 erwirtschaftete igus mit motion plastics, Kunststoffkomponenten für bewegte Anwendungen, einen Umsatz von 748 Millionen Euro. igus betreibt die größten Testlabore und Fabriken in seiner Branche, um dem Kunden innovative auf ihn zugeschnittene Produkte und Lösungen in kürzester Zeit anzubieten.

Bauteile HT-3D-Drucker von igus
CAD-Daten für selben bauen des HT-3D-Druckers von igus zum kostenlosen Download (Bild © igus GmbH).
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Kommentar(e) zum Beitrag
  1. Wird der 3D- Druck häufig für Maschinenbaukomponenten genutzt? Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Objekte noch resistenter sind. Genau weiß ich das aber nicht.

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