Auf der vom 15. bis 18. November 2016 in Frankfurt am Main stattfindenden formnext 2016 werden das Fraunhofer ILT und das GoetheLab der Fachhochschule Aachen einen neuen 3D-Drucker vorstellen. Die selektive Laserschmelzmaschine soll für 30.000 Euro erhältlich sein und vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen für den 3D-Druck begeistern.

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Fraunhofer ILT Logo. Das Fraunhofer ILT und das GoetheLab der FH Aachen sind eine Kooperation eingegangen und haben eine Maschine für Selektives Laserschmelzen entwickelt, die für klein- und mittelständische Unternehmen vom Preis her erschwinglich ist. Zugleich bieten die Hersteller ein umfangreiches Leistungspaket an, welches unter anderem die Unterstützung sowie die Schulung beinhaltet. Dadurch ist es nach Auffassung beider Parteien möglich, die Zusammenarbeit und den Übergang zur additiven Fertigung für die KMU besonders effektiv und vor allem reibungslos zu gestalten, berichtet der US-Blog „3ders.org“.

Was bietet der neue 3D-Drucker?

3D-SLM-Drucker.
Dieser 3D-SLM-Drucker ist vor allem für KMU konzipiert und wird auf der formnext 2016 erstmals vorgestellt. (Bild © Fraunhofer ILT, Aachen).

Der neue 3D-Drucker ist mit einem 140-W-Diodenlaser (Fokusdurchmesser 250 Mikrometer) ausgestattet, nutzt ein kartesisches Achssystem und ist in der Lage, Metallkomponenten herzustellen, die eine Höhe von 9 Zentimetern und einen maximalen Durchmesser von 8 Zentimetern aufweisen. Für das Aufstellen des 3D-Druckers wird eine Fläche von 1,3 x 0,8 x 1,4 Metern benötigt.

„Die Low Cost-Anlage erleichtert vor allem den Einstieg in den 3D-Metalldruck“, so der Projektingenieur am Fraunhofer ILT, Dawid Ziebura. Die mit dem 3D-Drucker hergestellten Edelstahlteile können beispielsweise als Prototypen, aber auch für die Endanwendung genutzt werden.

Abhängig von der Verwendung können die Nutzer unter anderem die Druckgeschwindigkeit sowie die Qualität anpassen. So lässt sich beispielsweise ein Edelstahlbauteil 1.4404 mit 55 Zentimetern Größe und einer Dichte von mehr als 99,5 Prozent innerhalb von 12 Stunden herstellen.

Zugleich ist es aber auch möglich, Zeit und Material einzusparen, wenn beispielsweise eine geringere Dichte gewählt wird. Dies ist beispielsweise durch Gitterstrukturen möglich, die 3D-Muster mit einer geringen Dichte, aber einer hohen Festigkeit erzeugen. Wird die Dichte auf etwa 20 Prozent reduziert, verringert sich die Druckzeit um bis zu 60 Prozent.

Belichtungsprozess und Druck der Gitterstrukturen. (Bild © Fraunhofer ILT, Aachen).
Belichtungsprozess und Druck der Gitterstrukturen. (Bild © Fraunhofer ILT, Aachen).

Wer sich über den neuen 3D-Drucker informieren und ihn in Aktion erleben möchte, hat vom 15. bis 18. November 2016 auf der formnext 2016, Halle 3.1, Stand E60, die Gelegenheit dazu. Alternativ besteht die Möglichkeit unseren 3D-Drucker-Newsletter zu abonnieren. Wir berichten kostenlos über die 3D-Druck-Themen der formnext 2016 und weitere aktuelle Entwicklungen zum 3D-Druck weltweit.

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