Das Schweizer Unternehmen Sintratec GmbH sammelte auf Kickstarter 175.000 US-Dollar in nur 22 Tagen zur Entwicklung eines SLS-3D-Druckers im Niedrigpreissegment. Was wurde aus Sintratec? Wir haben einmal nachgeschaut.

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Logo Sintratec GmbhDie Firma Sintratec GmbH wurde von Joscha Zeltner, Dominik Solenicki sowie Christian von Burg gegründet und ist im Technopark der schweizerischen Kleinstadt Brugg ansässig. Hier hat das Unternehmen einen 3D-Drucker zur Marktreife gebracht, der im Tiefpreissegment angesiedelt ist, zugleich eigenen Angaben zufolge eine sehr gute Qualität erzielt. In der ersten Jahreshälfte 2016 ist die Markteinführung des 3D-Druckers Sintratec S1 geplant.

Durch Crowdfunding wurde das notwendige Kapital eingeworben. Insgesamt 71 Unterstützer erhielten als Gegenleistung die ersten 3D-Drucker und konnten diese ausgiebig testen. Ziel war es, durch das Crowdfunding innerhalb von 22 Tagen 175.000 US-Dollar einzuwerben. Das Projekt wurde ein voller Erfolg. Insgesamt waren der Herstellung des ersten Druckers drei Jahre Entwicklungsarbeit vorangegangen.

Funktionsweise des Geräts

Wie bereits erwähnt, ist der 3D-Drucker im Tiefpreissegment angesiedelt. Zum Einsatz kommt ein spezielles Verfahren, das im 3D-Druck untern Lasersintern (auch Selektives Lasersintern und kurz, SLS) bekannt ist. Bewegliche Spiegel sorgen dafür, dass der zum Einsatz kommende Laserstrahl punktgenau über die vorhandene Kunststoffpulverschicht läuft und sich das Pulver so zu der vorgesehenen Form verbindet. Im nächsten Schritt wird eine neue Pulverschicht aufgetragen, die wieder mit Spiegeln und Laserstrahl bearbeitet wird. Dadurch ist es möglich, das Objekt schichtweise aufzubauen. Die Stabilität der mit diesem 3D-Drucker gefertigten Produkte ist nach Angaben Zeltners sehr hoch. Es ist beispielsweise möglich, organische Figuren, aber auch andere spezielle Formen herzustellen.

Der 3D-Drucker erfährt stetige Weiterentwicklung

Bild des Sintratec S1
Der 3D-Drucker „Sintratec S1“ erfährt eine ständige Weiterentwicklung, so die Entwickler des SLS-3D-Druckers (Bild © Sintratec GmbH).

Jetzt geht man vom Baukastenprinzip zum Verkauf fertiger Drucker über. Diese sind beispielsweise für KMU interessant, die einen 3D-Drucker benötigen, um funktionale Prototypen zu produzieren. Dabei weist die zweite Version bereits einen deutlich höheren technologischen Stand auf als die zuvor gefertigten Baukastensysteme.

Da der Drucker aus einzelnen Modulen besteht, ist es möglich, diese separat weiterzuentwickeln. Der Zeitraum für eine Entwicklungsstufe liege derzeit bei einem Dreivierteljahr und soll auch in Zukunft so beibehalten werden. In der ersten Hälfte des Jahres 2016 soll der neue Sintratec S1 Drucker auf den Markt kommen.

Geplant ist auch, die Sintratec GmbH in eine AG umzuwandeln, um so Unternehmensanteile verkaufen zu können und dadurch weitere Einnahmen zu generieren.

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