Das Hochtechnologieunternehmen TRUMPF zeigt auf der formnext mit dem TruPrint 2000 einen neuen 3D-Drucker, der für Branchen wie die Medizintechnik geeignet ist, die auf hohe Qualitätsstandards setzen.

TRUMPF hat beim TruPrint 2000 das Strömungskonzept überarbeitet. Schutzgas strömt von hinten nach vorne durch die Anlage, wodurch die Teilequalität steigt. Das gedruckte Objekt kann innerhalb der Anlage durch einen Mitarbeiter vom überschüssigen Pulver befreit werden. Wie TRUMPF dem 3D-grenzenlos Magazin mitteilte, kann das neue Maschinenkonzept Druckpulver „inert“ unter Schutzgas aufbereiten. Dass so keine Kontaminationen in den Pulverkreislauf gelangen, ist für sensible Branchen wie die Medizintechnik ein wichtiger Vorteil.

Weitere Details

Klaus Parey, Managing Director bei TRUMPF Additive Manufacturing, erklärt in der Mitteilung, dass der TruPrint 2000 zeigt, wie TRUMPF die Bedürfnisse der für die additive Fertigung relevanten Branchen wie die Luft– und Raumfahrt, Automobilindustrie, die Medizin– und Zahntechnik und andere in den Mittelpunkt stellt.

Das Multilaser-Prinzip des TruPrint 2000 hat zwei 300 Watt starke Laser, die den gesamten Bauraum des 3D-Druckers parallel beleuchten. Die Laser haben einen Fokusdurchmesser von 55 Mikrometern. Bauteile können so mit besonders glatter, hochwertiger Oberfläche und filigranen Gitterstrukturen aufgebaut werden. Titan druckt die TruPrint 2000 problemlos. Unternehmen sparen Kosten, da sie keine separate Entpackstation benötigen.

3D-Drucker TruPrint 2000 von TRUMPF
Der TruPrint 2000 ist für sensible Branchen geeignet, die auf hohe Qualitätsstandards setzen (Bild © TRUMPF).

Digital überwachen und eingreifen

Anwender können den Druckvorgang, die Pulverbettqualität und das Schmelzbad digital überwachen. Bei einem Fehler erhält der Mitarbeiter eine Benachrichtigung und kann reagieren. Unternehmen haben die Möglichkeit, die Qualität des Druckvorgangs lückenlos nachzuweisen. Das ist gerade bei Medizintechnik-Produkten wichtig.

Von TRUMPF gedruckte Wirbelsäulenimplantate
Durch den kleinen Fokusdurchmesser des Lasers sind hier filigrane Strukturen für Wirbelsäulenimplantate sehr gut herzustellen (Bild © TRUMPF).

Auf der neuen TruPrint 2000 wurden bereits Wirbelsäulenimplantate gedruckt. Diese setzt der Arzt in den Zwischenwirbelraum ein, um die Höhe eines Bandscheibensegments wiederherzustellen. Durch den kleinen Fokusdurchmesser des Lasers sind hier filigrane Strukturen für Implantate sehr gut herzustellen. So verwachsen diese auch besser mit dem gesunden Knochengewebe. 19 Wirbelsäulenimplantate schafft die Anlage in 24 Stunden.

TRUMPF ist auf der formnext in Halle 12.0, Stand E.61 zu sehen. Die formnext läuft noch bis zum 22. November 2019. Das Unternehmen stellt außerdem mit der „Multiplate“-Funktion eine neue patentierte Lösung für 3D-Drucker TruPrint 1000 auf der formnext 2019 vor.

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