Skurrile Objekte aus dem 3D-Drucker:

Bombe aus dem 2. Weltkrieg mit 3D-Drucker erstellt

 11. November 2014  Andreas Krämer  

Auf der Suche nach einem Replikat einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg entschied sich Jim Caruso, aus dem US-Bundesstaat New Yersey, die Bombe selbst mit seinem 3D-Drucker herzustellen. Gelungen ist ihm eine täuschend echte Kopie der US-Bombe 100LB AN-M30 General Purpose.

Bombe "100LB AN- M30 General Purpose"
Täuschend echt wirkt die Bombe aus dem 2. Weltkrieg, die von Jim Caruso in vielen Einzelteilen mit einem 3D-Drucker gefertigt wurde (Bild © xtremekreations.com).

Im US-Bundesstaat New Jersey hat der Gründer der Lackierei Xtreme Kreations, Jim Caruso, eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg mit einem 3D-Drucker hergestellt. Die Bombe wurde im Maßstab 3:4 gedruckt und beinhaltet keinen Sprengstoff. Es handelt sich um ein Replikat für Anschauungszwecke, das Caruso mit seinem 3D-Drucker täuschend echt gelungen ist.

Bei dem Nachbau handelt es sich um das Modell einer US 100LB AN- M30 General Purpose Bombe, die eigentlich im Bergbau eingesetzt und im zweiten Weltkrieg von Flugzeugen getragen wurde. Heute sind Replikas dieser Waffe sehr schwer erhältlich und erzielen hohe Preis von bis zu 500 US-Dollar.

Als Kind habe er die Replikate dieses Bomben-Typs in jedem Geschäft gesehen. Heute sei es sehr schwierig an ein Modell dieser Bombe zu kommen, begründet Caruso seine Motivation eine Bombe zu drucken. Nach der erfolglosen und jahrelangen Suche nach einer dieser Bomben entschied sich Jim Caruso dazu mit der CAD-Software Rhino3D einfach selbst eine zu gestalten und per 3D-Drucker zu fertigen.

Basierend auf seinen Nachforschungen und einem Datenblatt fand er heraus, wie einzelne Komponenten der Waffe aussehen. Diese Erkenntnisse reichten aus um das Bomben-Modell zu digitalisieren und anschließend mit dem 3D-Drucker zu Hause zu drucken. Er verwendete einen Makergear M2 3D-Drucker und musste die Replikation in Einzelteilen herstellen. Der 3D-Drucker Makergear verfügt über einen Bauvolumen von 8 x 10 x 8 cm.

Wie Caruso berichtet, seien alle Bauteile der Bombe bis auf die Detonator Lüfterschaufeln und zwei Hebeösen ohne Probleme mit einem 3D-Drucker ausdruckbar. Die Welle für die Luftschraube ist eine rostfreie Stange und die Nieten des Modells handelsübliche Nieten aus dem Baumarkt. Die 3D-gedruckten Teile lackierte er anschließend in der gewünschten Farbe, schliff sie ab und polierte sie anschließend. Mit Aceton wurden die Teile dann miteinander verbunden.

Als Druckmaterial wurde ABS-Kunststoff verwendet. Die Bombe umfasst einen Durchmesser von 30 Zoll (7,62 cm), berichtete Caruso. Die verwendeten Dateien möchte er bald kostenlos zum Download freigeben. Seit 15 Jahren betreibt er seine Lackierei in Egg Harbo City, eine Stadt im Atlantic County (New Yersea, USA). Vor 18 Monaten erweiterte er seinen Unternehmen um einen 3D-Drucker.

Die Waffenherstellung mit 3D-Druckern und der Ausdruck von Waffen-Replikationen gilt als moralisch umstritten. So arbeitet das US-Militär an der Produktion von Sprengkörpern mittels 3D-Druck. Im Bereich der Privatanwender fertigte erst vor kurzem der Erfinder Michael Crumling per 3D-Druck spezielle Patronen, mit denen er 19 Schuss aus einer PLA-Pistole abfeuern konnte, mit dem Ziel die Qualität von Pistolen aus dem 3D-Drucker zu verbessern. Auf der anderen Seite setzte die Medienkünstlerin Peggy Sylopp mit einer 3D-Replika des Gewehrs Mauser 98 ein Denkmal gegen den industrialisierten Krieg.

Bombe aus dem 3D-Drucker
Bombe aus dem 3D-Drucker (Bild © xtremekreations.com).

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