Der amerikanische Hersteller von Angelausrüstung, FinMan Fishing Innovations, hat ein multifunktionales Angelwerkzeug entwickelt, das mit der Digital Light Synthesis-3D-Drucktechnologie von Carbon entstand. Es integriert mehrere Funktionen in einer einzigen, nicht formbaren Struktur. Das neue Anglerwerkzeug ist ein Beispiel dafür, wie sich der 3D-Druck für eine skalierbare Produktion eignet. Auch das Start-up Fishstone stellte ein umweltfreundliches Montagesystem aus den 3D-Drucker vor.

Details zum FinMan-Angelwerkzeug

Das FinMan-Angelwerkzeug ist das erste Produkt vom 2019 gegründeten Unternehmen FinMan Fishing Innovations. Es lässt sich an einer Angelrute oder an einem Band befestigen und funktioniert wie eine Schere, eine Zange oder ein Messer.

Auf die Idee kam der Unternehmensgründer Gage Cutler, als der leidenschaftliche Angler schon häufiger das Gefühl hatte, es fehlt ihm etwas in seiner Ausrüstung. Ein Teil, welches es noch nicht gibt. In seinem Kopf aber war die Idee dazu längst geboren. Er entwickelte so das FinMan Angelwerkzeug und wollte es zuerst mit Spritzguss herstellen lassen. Dazu hätte er das Teil aber nochmals neu gestalten und vereinfachen müssen. Er wollte aber keine Kompromisse in Leistung und Funktionalität eingehen und wandte sich an die Gallagher Corporation. Das zertifizierte Carbon Production Network suchte ein geeignetes Verfahren, um die Herstellungsanforderungen zu erfüllen.

3D-gedrucktes Angelwerkzeug
Mit dem 3D-Druck konnte FinMan Fishing Innovations sein Tool genau wie es entwickelt wurde auch anfertigen lassen (Bild © FinMan Fishing Innovations).

DLS-3D-Druck mit RPU 70-Material

Mit der DLS-3D-Druckplattform von Carbon konnten die ästhetischen und funktionalen Vorgaben von FinMan erfüllt werden. Das komplexe FinMan-Gerät umfasst präzise Merkmale, Hinterschneidungen, Durchgangslöcher und Oberflächenstrukturen. Das Gerät musste stark, flexibel und robust sein, um anspruchsvollem Einsatz standzuhalten.

Die Gallagher Corporation druckte das Teil mit RPU 70-Material, einem starren Polyurethan, das die Materialanforderungen des Produkts erfüllt. Eine schuppenartige Oberflächentextur wurde noch ergänzt, um den Griff des Werkzeugs zu verbessern.

Mit dem 3D-Drucker war es möglich, das Werkzeug zum geplanten Zeitpunkt auf den Markt zu bringen, ohne Kompromisse bei der Ästhetik und Funktion eingehen zu müssen. Künftig möchte das Unternehmen weiterhin mit der DLS-Technologie von Carbon arbeiten.

Das 3D-gedruckte FinMan-Angelwerkzeug im Video

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