Menschen mit Beeinträchtigungen möchten ebenfalls ihren Hobbys nachgehen. Eines davon ist zweifelsohne die Fotografie. Mit der 3D-gedruckten Steuerungsvorrichtung „Zocus“ ist nun die Bedienung der Fotokamera mittels Tablet möglich.

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James Dunn ist 23 Jahre alt und leidet unter einer Krankheit namens Epidermolysis bullosa. Dadurch ist seine Haut sehr zerbrechlich, er leidet tagtäglich unter sehr starken Schmerzen. Seine Leidenschaft ist die Fotografie. Da die Kamera aber sehr schwer und von ihm nicht immer leicht zu handhaben ist, benötigte er beim Fotografieren oft Hilfe.

Innerhalb der BBC-Show „The Big Life Fix“ entwickelte der Ingenieur Jude Pullen eine Steuerung, die es Dunn ermöglicht, die Einstellungen an der Kamera leichter anzupassen. Die Steuerung besteht aus 3D-gedruckten Ringen, die das Objektiv bewegen und die Kamera justieren, wird auf bbc.co.uk berichtet. Dunn kann das System von seinem Tablet aus steuern und kontrollieren.

„Erinnerungen sind wichtig, denn mit einer terminalen Krankheit wirst du kein volles Leben führen. Während ich hier bin, geht es darum, Spaß zu haben, Erinnerungen zu machen und etwas zurückzulassen“, äußerte James Dunn.

Das Steuerungssystem im Einsatz.
Vorstellung des Steuerungssystems Zocus. (Bild: © instructables.com)

Dreimonatige Entwicklungszeit

Mit der 3D-gedruckten Steuerungsanlage kann Dunn ohne Schmerzen fotografieren. Für die Entwicklung der Präzisionskontrollen benötigte Pullen etwa drei Monate, bis das motorisierte 3D-System namens „Zocus“ fertiggestellt und einsatzbereit war. Dunn kann nun den Zoom und den Fokus mit dem Tablet steuern.

Gedruckter Kameraring.
Ein 3d-gedruckter Kameraring für die Zoomfunktion. (Bild: Screenshot YouTube/BBC Stories)

Damit auch andere von seiner Entwicklung profitieren können, hat Pullen die Unterlagen für die Herstellung des Zocus auf Instructables als Open-Source-Projekt eingestellt. Für den Druck werden keine umfangreichen Vorkenntnisse, sondern nur ein paar Werkzeuge und ein Zugang zu einem 3D-Drucker benötigt. Die Kosten für das fertige Projekt sollten 250 US-Dollar nicht überschreiten. 3D-Drucker gibt es ebenfalls bereits für unter 500 Euro. James Dunn genießt jetzt das Fotografieren noch mehr, braucht er dazu doch weniger Hilfe.

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