MinNature:

Miniatur Wunderland Malaysia zu großen Teilen mit 3D-Druckern entstanden

 24. Februar 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Nicht nur in Hamburg, sondern auch in Malaysia können Besucher ein Miniatur Wunderland besuchen. Die Exponate von „MinNature“ wurden zu großen Teilen mit 3D-Druckern hergestellt. Die Entwicklungsarbeit umfasste acht Jahre.

Min Nature Logo.Das Malaysische Miniatur Wunderland trägt die Bezeichnung MinNatur Malaysia und umfasst insgesamt zwölf Abschnitte, die auf 17.000 Quadratmetern errichtet wurden. Chef dieses Unternehmens sind Alvin Wan Cheng Huat und Chan Chee Wing. Der Ausstellungseröffnung im November 2016 gingen insgesamt acht Jahre Entwicklungsarbeit voraus, so das Online-Portal Vulcanpost.

3D-gedruckte Silhouette Kuala Lumpurs.
Ein Teil der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur als 3D-Druck. (Bild: © MinNature Malaysia)

„Ich selbst habe keinen architektonischen Background und habe mir die meisten Arbeiten, wie das Gießen es Gipses, die Arbeit mit dem Holz und sogar die Verdrahtung selbst beigebracht. Ich kann nicht sagen, dass dies eine leichte Reise war, aber sie hat sich am Ende gelohnt“, so Alvin.

Jeder Abschnitt der Ausstellung ist anders gestaltet, zugleich aber mit viel Handwerkskunst verbunden. Nachdem sich der 3D-Druck immer größerer Beliebtheit erfreute, nutzte man dieses Verfahren nun auch für den Aufbau der Ausstellung. Alvin erzählte, dass er und sein Partner manchmal rund um die Uhr an den 3D-Druckern standen und die Figuren zusammengefügt haben. Jetzt umfasst das Team insgesamt 60 Mitarbeiter, die meisten von ihnen wurden auch in den 3D-Druck eingewiesen.

Team
Eines der MinNature Malaysia Teams. (Bild: © MinNature Malaysia)

„Es ist Leidenschaft, die alle verbindet. Die Leute hier haben die gleiche Fahrt aufgenommen und es drängt sie, neue Dinge zu lernen. Sie fragen nicht, warum können sie es nicht tun, sondern wie kann ich das machen? Ich gebe ihnen alle Teile und sie werden die besten Ideen präsentieren. Die Strukturen sind handgefertigt, jedes mögliche Druckstück kombiniert. Die Leute hier haben es geschafft, einige Probedrucke zu retten, um daraus andere Gebäude herzustellen. Zum Beispiel ist der Surau aus defekten Stücken gefertigt. Dem Team gelang es, diese zu verbinden, besprühten sie mit Farbe und stellten sie auf“, so Alvin weiter.

Zusammenbau
Ein Mitarbeiter beim Zusammenfügen der Teile. (Bild: © MinNature Malaysia)

Einige der Strukturen entsprangen der Fantasie der Mitarbeiter, andere wiederum sind realen Gebäuden nachempfunden. Diese wurden damals fotografiert, um eine detaillierte Nachbildung zu ermöglichen.

Herstellung der einzelnen Strukturen

Sobald Gebäude oder Landschaften fotografiert wurden, werden die Daten am Rechner bearbeitet und dann an die 3D-Drucker übermittelt. Von jedem Objekt wird zuerst ein Testdruck durchgeführt, um so eine korrekte Einteilung zu ermöglichen. Erst wenn dies erfolgt ist, werden die Bestandteile des Gebäudes gedruckt und danach zusammengebaut. Nach erfolgreicher Montage werden dann die Gelenke gereinigt und geglättet, bevor das Gebäude selbst eine Lackierung erhält. Ist dies erledigt, wird die Elektronik eingebaut, um die Modelle zu beleuchten.

3D-gedrucktes Teil.
3D-gedrucktes Gebäudeteil. (Bild: © MinNature Malaysia)

Für die Herstellung einiger Modelle gingen bis zu drei Monate ins Land. So umfasst beispielsweise Masjid Negara etwa 1.300 Teile und wurde von vier verschiedenen Teams aufgebaut. Andere Modelle benötigten hingegen wesentlich weniger Zeit. Für den Thean Hou-Tempel, der aus 1.536 Teilen besteht, wurden allein für den Aufbau zwei Tage benötigt. Er ist das einzige Modell, welches in den ursprünglichen 3D-gedruckten Farben zu sehen ist. Im Laufe der Jahre soll die Ausstellung um weitere Modelle ergänzt werden. Einige davon würden auch auf dem Feedback der Besucher basieren.

Der Thean Hou-Tempel besteht aus 1.536 Einzelteilen. (Bild: © MinNature Malaysia)

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