Zusammen mit OMNI3D will die Technologieuniversität Zypern einen Biokraftstoffreaktor bauen, der Kohlendioxid in Biomethan und/oder Ethanol umwandeln kann, der dann als Alternativkraftstoff eingesetzt werden kann. Für den Bau des Reaktors sollen die industriellen FFF-3D-Drucker von OMNI3D zum Einsatz kommen.

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Der polnische Hersteller für FFF-3D-Drucker und 3D-Druck-Dienstleister Omni3D hat mit der Cyprus University of Technology ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Reduzierung von CO₂ gestartet. Ziel des Projekts ist es, einen Biokraftstoffreaktor zu bauen, der Kohlendioxid in Biomethan und/oder Ethanol umwandeln kann, das dann als Alternativkraftstoff eingesetzt werden kann. Mit Hilfe der Expertise von OMNI3D wird der Reaktor im 3D-Druck hergestellt, berichtet Omni3D auf seiner Website.

Umwandlung von Kohlendioxid in Kraftstoff

Schema des Bioreaktors aus dem 3D-Drucker
Bioreaktor zur Reduktions von CO2 aus dem 3D-Drucker (Bild © Omni3D).

Im Rahmen dieses Projekts konzentrieren sich Omni3D und seine Mitarbeiter auf die Entwicklung eines mikrobiellen Electrosynthese-Baffelreaktors. Mit diesem Reaktor wird Kohlendioxid in einem Prozess, der als mikrobielle Elektrosynthese (MES) bezeichnet wird, in Kraftstoff umgewandelt.

Im Inneren des Reaktors befinden sich lebende Mikrorganismen. Wenn ein elektrischer Strom über eine Kathode angelegt wird, nutzen die Mikrogranismen die Elektronen, um den Kohlendioxidgehalt zu reduzieren. Methan, Acetat und Ethanol sind Beispiele für erneuerbare Energieträger, die nach diesem Verfahren hergestellt werden.

Im ersten Schritt des Projekts ist das Omni3D-Team bestrebt, Thermoplaste zu entwickeln, die für die Produktion des Reaktors geeignet sind. Im zweiten Schritt wird dann ein Prototyp eines 3D-Druckers gebaut, der für die Massenproduktion der Reaktoren geeignet ist.

Die Omni3D Factory 2.0

Die 3D-Drucker von Omni3D sind industrielle Maschinen für den 3D-Druck mit Kunststoff. Die Factory 2.0 ist das neueste System des Unternehmens und bietet Dual-Extrusion und eine Baulänge von 500 x 500 x 500 x 500 mm. Im Jahr 2017 wurde die Fabrik 2.0 für die Produktion von Teilen für die Arrinera Hussarya – den ersten Supersportwagen Polens – eingesetzt. Das System ist in der Lage, hochfeste Thermoplaste wie ABS, HIPS PET-G und Nylon zu verarbeiten.

Neben Omni3D und der Cyprus University of Technology wird das Forschungs- und Entwicklungsprojekt für 3D-Druck-Bioreaktoren von zwei weiteren Unternehmen unterstützt:

  • Forschungs- und Innovationszentrum Pro-Akademie, Teil des polnischen Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulwesen und,
  • Zypriotische Energieberatung Eneres CPM Ltd.

Über die weitere Entwicklung des Projektes berichten wir auch zukünftig im kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter des 3D-grenzenlos Magazins (hier abonnieren).

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