Omni3D, ein polnischer Hersteller von Industrie-3D-Druckern und Filamenten, hat Schritte in Richtung umweltfreundlicherer 3D-Drucker unternommen.

Bei dem Factory 2.0 Produktionssystem handelt es sich um einen FFF-3D-Drucker mit einem Bauvolumen von stattlichen 500 x 500 x 500 x 500 mm, zwei Druckköpfen sowie einer geschlossenen, beheizbaren Baukammer. Die Maschine ist für den industriellen Einsatz optimiert und arbeitet mit der beliebten 3D-Drucksoftware Simplify3D zusammen.

Omni3D hat jetzt den 3D-Druckkopf für seinen Factory 2.0 Drucker zum Patent angemeldet.

Es wird gesagt, dass die Betriebskosten bis zu „5 mal niedriger“ sein werden als bei anderen Industrielösungen und derzeit von Kunden auf drei Kontinenten weltweit genutzt werden. Diese Kunden stammen aus verschiedenen Branchen wie Elektronik, Maschinenbau, Automobil, Luftfahrt sowie Unternehmen, die eigene Produktionslinien entwerfen und 3D-Druckdienstleistungen auf Abruf anbieten.

Factory 2.0 3D-Drucker von Omni3D
Der Factory 2.0 3D-Drucker von Omni3D mit patentiertem 3D-Druckkopf (Bild © Omni3D).

Da 3D-Drucker zunehmend Büros und Haushalte erobern, haben viele Menschen ihre Besorgnis über Gesundheit und Sicherheit und größere Umweltauswirkungen zum Ausdruck gebracht. In diesem Zusammenhang haben einige 3D-Druckereien bewusst Anstrengungen unternommen, um den CO2-Fußabdruck ihrer Geräte zu reduzieren. Omni3D ist auch der Ansicht, dass die aktuelle Umweltsituation in der additiven Fertigung berücksichtigt werden muss und möchte damit ein Zeichen in Richtung mehr Umweltschutz setzen, so der polnische Hersteller auf seiner Website.

Details zu patentierten Funktionen

Durch den Einsatz eines Flüssigkeitskühlsystems wird die Temperatur des Extruders konstant gehalten, was auch beim Extrudieren des Materials bei einer konstanten Temperatur hilft.

Darüber hinaus ist die zweite Erfindung eine Druckkopfanordnung mit mindestens zwei Druckköpfen, die beide unabhängig voneinander arbeiten, aber nach dem gleichen Prinzip wie oben definiert.

Geringer Energieverbrauch mit durchdachtem Heizkonzept

Außerdem verfügt die Factory 2.0 über ein Druckbett, welches sich beim Drucken auf der z-Achse bewegt. Zu Beginn des 3D-Drucks ist der Baubereich klein und nur dieser kleine Raum muss erwärmt werden. Mit zunehmender Größe des Drucks muss jedoch immer mehr Platz in der Kammer erwärmt werden. In der Regel wird bei solchen 3D-Druckern die gesamte Kammer erwärmt. Aber das verbraucht viel Energie.

Omni3D hat mit Hilfe seiner Druckköpfe eine Möglichkeit entwickelt, Wärme nur innerhalb des Baubereichs zu lokalisieren und zu konzentrieren. Somit muss nicht die gesamte Kammer, sondern nur der Baubereich beheizt werden. Dies wird durch eine Kombination von Hard- und Software erreicht. Omni3D hat ein Patent für seine Einzel- und Doppeldruckkopfanordnung erhalten.

Video zum Factory 2.0 Additive Manufacturing System

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