And the winner is ...:

Diesjährige Oscar-Statuen wurden mit Hilfe der 3D-Drucker hergestellt

 27. Februar 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Viele Filmfreunde schauen am 26. Februar jeden Jahres gebannt nach Hollywood, denn dann werden die aktuellen Oscars verliehen. Das Besondere an den diesjährigen Figuren ist, das bei der Herstellung auch 3D-Drucker zum Einsatz kamen.

Gestern wurden die „Academy Awards of Motion Picture Arts and Sciences“, so die korrekte Bezeichnung des Oscars, zum 89. Mal verliehen. Die Preisverleihung selbst erfolgte wie auch in den Jahren zuvor im Dolby Theater in Hollywood. Die Show selbst wurde weltweit übertragen und sorgte für so manche Überraschung.

Sehr überraschend ist für viele aber auch, wie der Oscar hergestellt wird. Die Statuen wurden in diesem Jahr von Polich Tallix Fine Art Foundry, einem Unternehmen, das seinen Firmensitz 50 Meilen nördlich von New York unterhält, gefertigt. Als das Unternehmen im letzten Jahr mit der Herstellung der 60 Goldstatuen beauftragt wurde, entschied man sich, diese der ursprünglichen Variante aus dem Jahr 1929 anzulehnen.

Scans der 3 Oscar-Varianten.
3D-Scans des klassischen, modernen und neuen Oscars (von links nach rechts). (Bild: © polichtallix.com)

Der in der Polich Tallix-Gießerei beschäftigte Künstler Daniel Plonski entschied sich dafür, sowohl die Originalstatue als auch das Modell des Vorjahres mit einem 3D-Scanner auszumessen und die so gewonnenen Daten als Grundlage für das neue Modell zu verwenden. Zugleich sollten bei der Herstellung der begehrten Trophäen die geforderten Qualitäten berücksichtigt werden. Dafür wurden die digitalen Scans mit einem 3D-Drucker gedruckt, geformt und anschließend in Wachs gegossen, berichtet das Unternehmen.

Oscar-Wachsfigur.
Eine der insgesamt 60 3D-gedruckten Oscar-Wachsfiguren. (Bild: © polichtallix.com)

Die Polich-Mitarbeiter beschichteten dann jede Wachstatue mit Keramik, die dann bei 1.600 Grad Fahrenheit (etwa 870 Grad Celsius) gebrannt wurde. Bei diesem Prozess löst sich das Wachs auf, sodass eine leere Oscar-Form zurückbleibt. Diese wurde dann in etwa 1.800 Grad Fahrenheit (etwa 980 Grad Celsius) heiße Bronze getaucht. Nachdem die Figuren abgekühlt waren, konnten sie geschliffen und sodann mit einer permanenten Goldschicht, die aus reflektierendem 24-Karat-Gold bestand, galvanisiert werden.

Politur einer Oscar-Statue.
Ein Mitarbeiter bei der Politur einer Oscar-Statue. (Bild: © polichtallix.com)

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es handelt sich bei den Statuen um sorgfältige handgefertigte Modelle, die genau wie die Vorgänger 13,5 Zoll groß und 8,5 Pfund schwer sind. Die Gesichtszüge sind bei den neuen Oscars viel stärker definiert, so lassen sich bei genauerer Betrachtung die Ohren und ein Haaransatz erkennen. Auch das Schwert kommt besser zum Vorschein.

Da bis zum Abend der Preisverleihung offiziell noch nicht feststand, wer zu den Preisträgern gehört, wurde Polich Tallix auch mit der Gravur von 223 Bronze Namensschildern beauftragt. Die Gewinner brachten ihren Oscar mit zum Gouverneursball, wo Polich Tallix Mitarbeiter an jedem Oscar-Sockel das Namensschild befestigten.

Mit Goldüberzug versehene Oscar-Statuen.
Mit Gold überzogene Oscar-Statuen. (Bild: © polichtallix.com, Oscar Statuette ©A.M.P.A.S. ®)

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