
In Deutschland leiden Millionen Menschen unter Schulterproblemen und Hunderttausende begeben sich jährlich ins Krankenhaus für eine Operation. Meist wird ein Implantat eingesetzt und hierbei konnte sich vor allem das inverse Schultergelenk durchsetzen.
Die gedruckten Schultergelenke werden individuell an die persönlichen Gegegebenheiten und geringen Auflageflächen angepasst. Materialise verfügt mit Glenius über eine Individualprothetik als Komplettlösung für die Schulterchirurgie. Ärzte werden im gesamten Arbeitsablauf der Datenaufbereitung, OP-Planung, Implantatpositionierung und postoperativen Nachkontrolle unterstützt.

Basierend auf CT-Aufnahmen können Simulationen und maßstabsechte Modelle erschaffen werden. Auf Basis der Modelle wird ein individuelles Implantat von den biomedizinischen Ingenieuren entwickelt. Anatomische Besonderheiten, die Operationstechnik und das Implantat-Design werden in enger Zusammenarbeit mit dem Operateur abgestimmt. Nachdem der Operateur das Design freigegeben hat, wird das Schultergelenk aus Titan mit einem 3D-Drucker hergestellt. Auf Patienten abgestimmte Positionierungsschablonen aus sterilisierbarem Kunststoff sorgen dafür, dass das Implantat exakt eingesetzt werden kann. Über 20 Kliniken haben die Prothesen schon mit Erfolg einsetzen können, so Materialise in der Mitteilung.
In der Medizin gewinnt der 3D-Druck an Bedeutung und wird immer häufiger erfolgreich eingesetzt. Das Additive Layer Manufacturing (ALM) hat dazu beigetragen, dass im medizinischen 3D-Druck vor zwei Jahren ein Meilenstein erreicht wurde (Beitrag lesen). Das Unternehmen ConforMIS bietet persönlich anpassbare und gedruckte Knieprothesen, mit der Knieverletzungen und Knieschmerzen behandelt werden können.






