Der Orthesen- und Prothesenhersteller ProReva hat seinen Herstellungsprozess überarbeitet und schloss sich dafür mit DSM, dem 3D-Drucker-Hersteller Ultimaker und dem Unternehmen Twikit zusammen. Maßgeschneiderte Prothesen und Orthesen werden in nur wenigen Tagen modelliert, mit einem 3D-Drucker hergestellt und geliefert. ProReva wollte vor allem seinen Workflow verbessern, die Produktionsprozesse vereinfachen und gleichzeitig Produkte mit verbesserter Leistung liefern, wie ein Artikel des „TCT Magazin“ berichtet.

ProReva und die richtigen Partner

Teil einer Prothese
Die Prothesen- und Orthesen werden mit dem Ultimaker S5 und Material von DSM gedruckt (Bild © DSM).

ProReva machte sich auf die Suche nach Partnern, um die steigende Nachfrage zu bewältigen und die Qualität zu verbessern, ohne teurer zu werden. Die Cloud-basierte TwikFit-Plattform übersetzt Scandaten und Patientenbedürfnisse in produktionsbereite CAD-Dateien. Ultimaker und das Materialportfolio von DSM sorgen für ein optimales 3D-Druck-Ergebnis.

Die Software as a Service (SaaS) -Anwendung TwikFit bringt den Patienten näher an die Herstellung des Produkts. Orthesen und Prothesen werden nach Maß durch 3D-Scannen angepasst. Scankorrekturen werden innerhalb des 3D-Modells vorgenommen und viele der Modellierungsschritte sind automatisiert. Das fertige 3D-Modell wird an den 3D-Drucker gesendet und mit dem Ultimaker S5 Pro Bundle und dem starken und steifen Novamid ID1030 CF10-Material von DSM gedruckt. Ein weiteres eingesetztes Material ist das weiche und flexible Arnitel ID2045 für den inneren und weicheren Teil von Orthesen und Prothesen.

30% günstiger und 75% schneller

Durch diesen Ablauf wird die Produktionszeit von zwei Wochen auf drei Tage reduziert und die Kosten sinken um 30%. Manche Produkte sind bereits am selben Tag fertig. ProReva gelang so eine 30%ige Reduzierung der Produktionskosten und eine 75%ige Reduzierung der Produktionszeit.

3D-Druck ist bei Prothesen eine beliebte Methode, um günstiger und schneller liefern zu können. Die Technologie hat außerdem den Vorteil, dass die Prothesen flexibler und ausgefallener werden. Wie zum Beispiel im Fall eines 11-jährigen Star Wars Fans. Das Mädchen bekam eine 3D-gedruckte bionische Star-Wars-Armprothese „Hero Arm“ aus dem 3D-Drucker im R2-D2-Stil.

Video: 3D-gedruckte Prothesen von ProReva

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