Der niederländische 3D-Drucker-Hersteller Ultimaker hat mit dem Ultimaker S5 einen neuen Desktop-3D-Drucker vorgestellt und wird ihn auf der laufenden Hannover Messe erstmals der Öffentlichkeit zeigen. Drei namhafte Automobilhersteller berichten bereits von ersten Erfahrungen mit dem Ultimaker S5.

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Logo UltimakerWie niederländische 3D-Drucker-Hersteller in einer Pressemitteilung mitteilt, beläuft sich der Bauraum auf 330 x 240 x 330 mm und verfügt über ein optimiertes Touch-Display an der Frontseite, mit dem die Steuerung erfolgt und Statusinformationen abgerufen werden können. Die Schichthöhe ist von 20 bis 600 Mikrometer einstellbar, die Drucktemperatur liegt bei 180 bis 280 Grad Celsius und gedruckt wird mit einer Druckgeschwindigkeit von 24 mm pro Sekunde. Das Druckbett ist bis 140 Grad Celsius beheizbar und wird ab Herbst mit einem eloxiertem Aluminium-Druckbett verfügbar sein.

Der Dual-Extruder bietet eine verbesserte Filamentzufuhr mit integrierten Sensor, der den Druckvorgang pausieren lässt, wenn das 3D-Drucker-Material aufgebraucht sein sollte. Das Druckbett-Leveling wurde optimiert und soll für eine optimale erste Schicht sorgen.. Der Ultimaker S5 verfügt über Fronttüren aus Glas und ermöglicht es, den Bauraum zu schließen, was das Gerät vor allem für Schulen, Universitäten aber auch Büros und Familien interessant macht.

Neues Tough PLA

Der Desktop-3D-Drucker UM S5 kann zahlreiche Materialien verarbeiten, die von PLA bis zu Polycarbonat, TPU und Nylon reichen. Neben dem Ultimaker S5 zeigte der Hersteller mit Tough PLA ein technisches PLA-Filament, welches ab sofort erworben werden kann und eine hohe matte Oberflächenqualität bietet. Mit Tough PLA lassen sich größere Prototyping-Objekte und für den Werkzeugbau herstellen. Nach der Verarbeitung soll das Material eine stärkere Schichthaftung ohne Warping bieten, verspricht der Hersteller Ultimaker.

Neue Ultimaker App

Neu ist auch die Ultimaker App mit der via Smartphone bzw. Tablet der Druckvorgang überwacht werden kann. Wenn der Druck fertig oder eine Wartung erforderlich ist, erhält der Anwender eine Benachrichtigung. Die App wird ab dem 15. Mai für Google Android und Apple iOS als kostenloser Download verfügbar sein. Er ist mit der Modellreihe Ultimaker 3 und Ultimaker S5 kompatibel.

Wie Jos Burger, der Ultimaker-CEO berichtet, setze die Entwicklung des Ultimaker S5 in Verbindung mit den neuen Druckmaterialien und der Ultimaker App „neue Maßstäbe im professionellen 3D-Druck“. Der neue 3D-Drucker kann seinen Angaben zufolge in deutlich kürzerer Zeit konfiguriert werden, weshalb sich Anwender vollständig auf ihre Arbeit mit dem Ultimaker S5 fokussieren können.

Erfahrungen

Die Firma Composite Technology Center GmbH verwendet den Ultimaker S5 zum 3D-Druck mehrerer Iterationen, um ein endgültiges und besseres Design zu erhalten. Die Vorlaufzeiten verkürzten sich dadurch von Wochen auf nur wenige Tage, heißt es laut Hersteller. Die Kreativität der Ingenieure sei gestiegen, erklärte Prof. Axel Hermann, Geschäftsführer der Composite Technology Center GmbH, welches zur Airbus-Gruppe zählt, heißt es weiter.

Der Autohersteller Ford setzt den neuen 3D-Drucker zur gleichzeitigen Herstellung größerer Vorrichtungen oder mehrerer Fertigungsmittel ein. Gedruckt werden auch funktionstüchtige Prototypen.

„In der Automobilbranche ist jede Sekunde entscheidend. Wir freuen uns über das größere Bauvolumen des Ultimaker S5. Damit können wir größere Vorrichtungen oder mehrere Fertigungsmittel gleichzeitig drucken. Durch den automatisierten und zuverlässigen Druck des Ultimaker S5 in Verbindung mit der breiten Palette industrietauglicher Materialien, können unsere Ingenieure und Designer bestimmte, funktionstüchtige Prototypen in diversen Wiederholungen drucken und testen, ohne neu skalieren zu müssen. Nach erfolgreichen Tests werden die Fertigungsmittel auch mit unseren Ultimaker 3D-Druckern produziert. So verbessern wir unsere Arbeitsabläufe kontinuierlich.“, Lars Bognar, Research Engineer Additive Manufacturing bei Ford.

Von der ZEISS Industrial Metrology Business Group kommt der Ultimaker S5 für den 3D-Druck von optischen Bauteilen zum Einsatz. Neben Ford wird der neue Ultimaker S5 auch bereits von Volkswagen und Renault eingesetzt. Alle bisherigen Anwender loben die Benutzerfreundlichkeit und Materialvielfalt des Ultimaker S5. Über Neuigkeiten zum Ultimaker S5 berichten wir wie gewohnt schnell und kostenlos im 3D-grenzenlos Magazin-Newsletter.

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