Restauration:

Wissenschaftler rekonstruieren Bett aus der Römerzeit per 3D-Druck

Wissenschaftler und Restauratoren haben ein römisches Bett mit Hilfe von Computern und 3D-Druckern rekonstruieren können. Für die Rekonstruktion verarbeiteten die Forscher über 1500 Einzelteile in über 7 Jahren Arbeit.

In Haltern am See (NRW) fanden Archäologen im Erdreich rund 1500 Einzelteile eines römischen Betts, Kline genannt und rekonstruierten es mit Unterstützung eines 3D-Druckers. Insgesamt wurden 68 römische Gräber in den letzten Jahrzehnten entdeckt. Eines der Gräber enthielt die Überreste eines Mannes, wertvolle Schnitzereien aus Rinderknochen und eine Kline, auf welcher der Mann zum Verbrennen aufgebahrt wurde.

Die Rekonstruktion dauerte acht Jahre, bei der in anstrengender Kleinstarbeit das römische Bett mithilfe von Modellen und zeichnerischen Nachbauten am Rechner nachgebildet wurden. Die Universität Trier übernahm anschließend die Fertigung des Kline mit dem 3D-Drucker, berichtet „Westfalen-Blatt“.

Der Korpus besteht aus Holz und die ausgedruckten kolorierten Komponenten aus Kunststoff. Im Lippischen Landesmuseum Detmold kann die einmalige Rekonstruktion noch bis zum 26. Februar 2017 bewundert werden. Die Restauratoren Lina Pak und Sebastian Pechthold werden am 9. Februar 2017 um 19:30 Uhr im Rahmen eines Vortrags über ihre aufwendige Arbeit bei der Rekonstruktion des römischen Betts berichten.


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