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Bataver-Helm
Die Maske als auch der Bataver-Helm konnten mit Hilfe von 3D-Scan und 3D-Druck deutlich schneller und genauer rekonstruiert werden, als es mit bisherigen Verfahren möglich war (Bild von spiegel.de; © Het Valkhof/ R. Meijers).

Ein 3D-Objekte der ganz besonderen Art: Ein Archäologen-Team fand in der Nähe des niederländischen Ortes Nijmegen einen Bataver-Helm aus der Römerzeit. Der Helm wurde von einem Bataver-Krieger getragen und stammte aus der römischen Provinz Belgica. In der Geschichte sind Bataver-Helme äußerst legendär und sehr selten, weshalb bisher nur vier Bataver-Helme gefunden wurden. Die entdeckten Helme waren unvollständig, zerstört, Teile fehlten und eine Rekonstruktion war bislang nur mit sehr hohen Aufwand möglich war. Ja teils unmöglich. Zumindest bis vor die Zeit der 3D-Drucker.

Einer dieser seltenen Helme liegt im niederländischen Museum Het Valkhof. Zwei Restauratoren, Vivienne Veenemans und Ronny Meijers, vom besagten Museum in Nijmegen verwendeten nun einen 3D-Scanner der Firma Artec um den Bataver-Helm digital zu rekonstruieren und anschließend auszudrucken. Der Scanner wurde mehrmals über die rechte gut erhaltene Seite und dem linken Bruchrand gefahren. Im Anschluss wurde die rechte Seite am Computer gespiegelt und an den Bruchrand der linken Seite angepasst. Danach wurde das fehlende Stück mit einem 3D-Drucker hergestellt und mittels Epoxidharz mit dem Originalhelm verklebt. Das Harz erhielt eine Beimischung aus Tixotropiepulver, Pigmente und Füllstoffen. Von der Optik sei er vom Originalhelm kaum zu unterscheiden.

Über die Bataver

Die Bataver galten als treue Gefolgsleute der Römer, bis es im Jahr 69 zum Aufstand kam. Das römische Legionslager auf dem Hunnerberg und die dahinter liegende urbane Siedlung wurden von den Aufständischen zerstört. Die Römer eroberten aber nach einem Jahr ihr Gebiet zurück und errichteten dort die Stadt Ulpia Noviomagus Batavorum, die heute den Namen Nijmengen trägt. In den Niederlanden ist bis heute der Mythos verbreitet, dass die Batavier nicht unterworfen waren sondern freie Verbündete der Römer gewesen sind, was eine gefundene Inschrift belegen soll. Diese Inschrift wurde später als Fälschung beurteilt. Die geschichtliche Bewertung daher kontrovers und das Thema Bataver daher in den Niederlanden vor einem geschichtlichen Hintergrund von besonderem Interesse.

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