Nach Nasenbeinbruch:

Fußballspieler Sergio Ramos von Real Madrid erhält Gesichtsmaske aus dem 3D-Drucker

 28. November 2017  Remziye Korner  

Der Kapitän der spanischen Fußballnationalmannschaft und Spieler von Real Madrid hat sich die Nase gebrochen. Um seine Verletzung zu schützen und trotzdem weiter spielen zu können, wird er in nächster Zeit 3D-gedruckte Masken von Younext tragen. Er ist nicht der erste Spieler, der eine derartige Maske trägt. Auch Kollegen wie Diego Godin oder Mario Mandžukić haben eine Verletzung mit einer solchen Maske geschützt. Bei den Vorteilen der Gesichtsmasken aus dem 3D-Drucker kein Wunder.

Sergio Ramos, Kapitän von Real Madrid und der spanischen Fußballnationalmannschaft, wird in nächster Zeit eine Maske aus dem 3D-Drucker tragen, nachdem er sich bei seinem letzten Spiel die Nase gebrochen hat. Die ultra leichte Maske besteht aus einem 3D-gedruckten Kohlefaser-Material, das auch in Formel-1-Fahrzeugen und Komponenten der Luft- und Raumfahrt verwendet wird. Zuerst hatte das US-Blog „3ders.org“ davon berichtet.

Masken Younext
3D-Masken von Younext (Bild © podoactiva by younext).

So glücklos wie das Spiel der beiden Stadtrivalen Real Madrid und Atlético Madrid – ein torloses Unentschieden – so glücklos war die Partie auch für Sergio Ramos. Der brach sich wegen einem späten Kick von Lucas Hernandez von Atlético die Nase. Doch auch dank dem 3D-Druck müssen Fans nicht lange auf ihren kämpferischen Verteidiger verzichten. Younext, mit Sitz in Zaragoza, hat für Ramos eine 3D-gedruckte Gesichtsmaske entworfen. Damit kann der Verteidiger trainieren und an Spielen teilnehmen, ohne weitere Schäden zu riskieren.

Für den intensiven Anlass eines Spieles wird Ramos wohl eine andere Maske tragen. Das nächste Spiel gegen Malaga diesen Samstag könnte für Ramos noch zu früh sein, selbst mit seinem 3D-gedruckten Gesichtsschutz an der richtigen Stelle. Ein weiterer Grund für Ramos, eine neue 3D-Druckmaske in den kommenden Tagen zu erhalten, ist die sich verändernde Form seines verletzten Gesichts. Sobald die Schwellung der Verletzung etwas nachlässt, ist möglicherweise ein neuer 3D-Scan für eine genauere Anpassung erforderlich.

Scan Mandzukic
3D-Scan des kroatischen Fußballspielers Mario Mandžukić nach seiner Verletzung damals (Bild © podoactiva by younext).

Es ist nicht der erste Spieler aus Madrid, der die Dienste von Younext in Anspruch nimmt. Im Jahr 2014 erlitt der ehemalige Atletico-Stürmer Mario Mandžukić eine ähnliche Verletzung, woraufhin ihm eine schwarze Gesichtsmaske gedruckt wurde, an der das Clubwappen von Atletico prangte. Mit einem Gewicht von nur 65 Gramm und einer Hochmodul-Carbonfaser, die in Einsitzer-Formel-1-Chassis verwendet wird, schützt die Kopfbedeckung die Nasenscheidewand und ist zehnmal stärker als Stahl.

Diego Godin Schutzmaske
Auch der argentinische Innenverteidiger Diego Godin hatte 2015 bereits das zweifelhafte Vergnügen, eine derartige Maske zum Schutz zu tragen (Bild © Atlético de Madrid).

Um die neue Maske auf Ramos‘ Gesicht zuzuschneiden, erhielt Younext einen 3D-Scan des Gesichts des Verteidigers. Damit wird eine Maske digital entworfen, die perfekt zum Spieler passt. Die Innenseite der Maske ist mit einem weicheren Material mit einer hohen Absorptionskapazität gepolstert. Mit einem elastischen Band befestigt man die Maske um den Kopf des Spielers. Die Maske ziert die Aufschrift SR4, Ramos‘ Initialen und seine Rückennummer.

Sergio Ramos Training
Ramos beim Training mit der Maske (Bild © Facebook Seite @SergioRamosOficial ).

In der Regel kosten Younext-Masken dieser Art rund 300 Euro. Auch andere Profisportler hatten bereits das Vergnügen, 3D-gedruckte Masken tragen zu müssen. Der Abwehrspieler Diego Godin trug Anfang 2015 eine Zeit lang eine Maske. Ob nun Kieferbein-, Wangenbein- oder Nasenbeinbruch, derartige Masken eignen sich zum Schutz bei vielen Verletzungen.

Dass sich 3D-Drucker hervorragend für Masken zum Schutz der Träger eignen, zeigt die Maske der kleinen Schildkröte Patches. Diese hatte sich eine Verletzung zugezogen. Die Verletzung war nicht gravierend, um es ihr aber leichter zu machen, erhielt sie eine Maske, die den Bereich schützen soll.

Dass 3D-gedruckte Masken auch schaden, zeigt die Verwendung im Zusammenhang mit Gesichtserkennungssystemen. Diese lassen sich nur zu gerne von solchen Masken täuschen.

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