Vor der Auslieferung des Chevrolet Tahoe 2022 kam es zu einer Design-Änderung, weshalb kurzfristig 60.000 Teile von General Motors benötigt wurden. Um den engen Terminplan trotz der kurzfristigen Anpassung einhalten zu können, entschied sich General Motors die Teile mit einem 3D-Drucker in großer Stückzahl herzustellen und bewies damit die Vorteile der additiven Fertigung für produzierende Unternehmen.

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Wie CNET in einem Artikel berichtete, mussten die Ingenieure von General Motors eine Lösung finden, als es darum ging, dringend benötigte Komponenten für die Auslieferung des Chevrolet Tahoe 2022 herzustellen. Bereits in 2020 investierte General Motors in den 3D-Druck und baute das Additive Industrialization Center mit einer Größe von knapp 14.000 Quadratmetern.

60.000 3D-gedruckte Teile für Chevrolet Tahoe 2022

3D-gedrucktes Siegel
Das 3D-gedruckte Siegel (im Bild) entstand mit einem HP Multi Jet Fusion 3D-Drucker (Bild © GKN Forecast 3D).

Im Vorjahr mussten die Ingenieure bei Chevrolet in letzter Minute das Design des 2022 Chevrolet Tahoe abändern, was dazu führte, dass sie ein zusätzliches Teil geschaffen haben, das eine flexible „Spoilerabschlussdichtung“ für die Lücke am Heck des SUV war. Es hätte zu lange gedauert, das Ganze mittels Spritzguss herzustellen. Die Auslieferung der 30.000 Fahrzeuge hätte sich ebenfalls verzögert. Über eine Partnerschaft mit GKN Additive Forecast 3D kamen die Ingenieure von General Motors an 3D-Druck-Experten. Diese konnten die Komponenten schnell mit flexiblem Material drucken und dabei die Kriterien von General Motors erfüllen. Dazu verwendeten sie einen HP Multi Jet Fusion 3D-Drucker. Die 3D-gedruckten Bauteile wurden anschließend mit dem Dampfpolieren nachbearbeitet und erhielten so den perfekten Glanz.

Jeder Tahoe benötigt zwei Siegel, somit waren es 60.000 Teile, die gedruckt werden mussten, um die SUVs fertigzustellen. GKN Additive Forecast konnte diese in nur fünf Wochen liefern. Das war doppelt so schnell wie die Herstellung mit dem Spritzgussverfahren.

nachbearbeitetes Siegel
Anschließend wurde das Siegel dampfpoliert (im Bild: nachbearbeitetes Siegel)(Bild © GKN Forecast 3D).

Viele Unternehmen aus der Automobilbranche nutzen seit einiger Zeit die Vorteile des 3D-Drucks. Ein ehemaliger Ferrari-Designer sieht 3D-Druck als essenziell für die Zukunft der Automobilindustrie an. BMW hat sich im Rahmen eines Forschungsprojekts mit der automatisierten Lösung zur Serienfertigung mit 3D-Druck auseinandergesetzt. Diese und andere Beispiele aus dem 3D-Druck in der Automobilbranche finden Sie in unserer dazugehörigen Themenkategorie. Abonnieren Sie unseren Newsletter und verpassen Sie keine weiteren Neuigkeiten dazu.

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