Fortschritt:

Turbojet-Motor aus dem 3D-Drucker besteht Test mit 100.000 Umdrehungen/Minute

 22. Februar 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Das chinesische 3D-Druck-Unternehmen Farsoon Technologies gab vor Kurzem bekannt, dass die von ihm hergestellten Turobjet-Motorteile einen 100.000 Umdrehungen-pro-Minute Test erfolgreich bestanden.

Farsoon Technologies wurde im Jahr 2009 gegründet und möchte zu einem ernsten Konkurrenten im Bereich der Metalladditiv-Fertigung werden. Mittlerweile bietet das Unternehmen verschiedene Metall-3D-Drucker und Dienstleistungen an. Im letzten Jahr eröffnete es dann die Tochterfirma Farsoon America.

3D-gedruckte Turbomotorteile
Einige Teile des Turbomotors wurden mit 3D-Druckern hergestellt. (Bild: © kknews.cc)

Wer sich für den 3D-Druck in der Luft– und Raumfahrt interessiert, wird von der Nachricht begeistert sein, dass Farsoon auf diesem Feld mit der Entwicklung seines 3D-gedruckten Turbojet-Motors einen großen Schritt nach vorn unternommen hat. Wie das Unternehmen jetzt bekanntgab, haben die Motoren einem 100.000 U/min-Test standgehalten, berichtet die russische Seite „3D Today“.

Dem Unternehmen geht es nicht nur darum, eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen, sondern vor allem einen Motor zu entwickeln, der robust genug ist, um auch schwierigen Umwelteinflüssen und Situationen standzuhalten.

3D-gedruckte Bauteile halten Belastungen besser stand als konventionell gefertigte Motorenteile

Im Rahmen einer umfangreichen Prüfung fand Farsoon heraus, dass Motorenteile, die mit herkömmlichen Verfahren produziert wurden, bei Geschwindigkeiten von bis zu 100.000 Umdrehungen pro Minute brechen können. Die ersten Tests der 3D-gedruckten Motorenteile geben gute Hinweise darauf, dass mit dieser Fertigungstechnologie stärkere Turbojet-Motoren entwickelt werden können.

Teil einer Flugzeugturbine
3D-gedrucktes Teil einer Flugzeugturbine. (Bild: © kknews.cc)

Nach der erfolgreichen Erprobung der 3D-gedruckten Düsenmotorenteile möchte Farsoon nun dazu übergehen, sämtliche Motorenteile mit dem 3D-Drucker herzustellen. Der nächste Schritt umfasst dabei die Flugzeugmotorenoptimierung, um so die Anzahl der benötigten Teile und Gelenke in erheblichem Umfang zu reduzieren und zugleich die Gesamtlebensdauer des Motors zu erhöhen. Die 3D-gedruckten Teile sollen dann auch auf Geschwindigkeiten von 160.000 Umdrehungen pro Minute getestet werden.

FS271M 3D-Drucker
Der „FS271M“ 3D-Drucker von Farsoon Technologies (Bild © Farsoon Technologies).

Für die Herstellung der Stator- und Rotorteile nutzt Farsoon das selektive Lasersintern (SLS). Zum Einsatz kam der FS271m 3D-Drucker von Farsoon. So konnten die Beschränkungen der traditionellen Herstellungsprozesse ausgeglichen und komplexe lange Kanäle für die Rotorstruktur hergestellt werden. Im Ergebnis dessen wurde mit den 3D-gedruckten Bauteilen der Wärmeübergangseffekt um etwa 90 Prozent erhöht. Durch eine Abkühlgeschwindigkeit von 104 Grad Celsius pro Sekunde blieben die Nanometer-Silizium-Partikel vollständig erhalten. Dies führte zu einer starken Verbesserung der mechanischen Eigenschaften bestimmter Teile, die Streckgrenze und die Zugfestigkeit des Materials haben sich nahezu verdoppelt. Die Nickel-basierte Legierung der Rotorteile werde nach Unternehmensauskunft jetzt zu den Leistungsstandards gehören.

Auch wir von 3D-grenzenlos haben bereits häufiger über Farsoon Technologies-Neuheiten berichtet. Um auch zukünftig auf dem aktuellsten Stand zu bleiben, empfehlen wi, unseren kostenlosen Newsletter zu abonnieren.

Hilf uns Dinge zu verbessern. Bewerte den Artikel:

0 0

Anzeige

3D-Drucker-Newsletter – kostenlos anmelden:

Teile den Link zu dieser Seite:

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.