Nicht nur Designer, Hobby-Maker oder Künstler, die einfach mit 3D-Druckern und -Scannern arbeiten wollen, stolpern bei der Suche nach solchen Geräten über die Preise, auch Unternehmen und kleine Startups werden immer wieder mit ihnen konfrontiert. Vierstellige Summen sind da keine Seltenheit. Was man dagegen tun kann, zeigt ein Startup aus Sydney, das sich nicht so einfach abschrecken ließ.

Eora 3D Scanner
Ein 3D-Scanner fürs iPhone, der mit Laser arbeitet (Foto: © eora3d.com)

Was tut man, wenn man als Unternehmen an die 20.000 Dollar für einen 3D-Scanner ausgeben müsste, den man dringend für die eigene Arbeit braucht? Ganz einfach, man macht es wie Eora 3D lässt das Projekt erst einmal sausen und baut sich einfach einen eigenen Scanner.

Das Unternehmen wurde 2013 gegründet und das mit dem Wunsch die Spezifikationen einer Satellitenschüssel zu verifizieren, die bei unterschiedlichen Sonnenwärmekraftwerken eingesetzt werden, doch weil der 3D-Scanner dafür viel zu teuer war, musste erstmal ein anderes Projekt her. Heraus kam ein tragbarer 3D-Scanner für das iPhone 5 und 6. Neben dem unschlagbaren Preis von nur 199 US-Dollar pro Scanner, weist auch die Funktion des Geräts eine Besonderheit auf.

Eora 3D-Scanner
Der Eora 3D-Scanner mit dem Bluetooth-Drehtisch (Foto: © eora3d.com)

Während viele handliche 3D-Scanner derweil mit Kameras arbeiten, um das gescannte Objekt zu erfassen, arbeitet der Eora 3D-Scanner mit einem Laserstrahl. Auf diese Weise lassen sich viel genauer die Details eines jeden Objekts erfassen, da der Laser alles komplett abtasten kann. Neben dem Scanner bietet das Unternehmen auch einen kleinen Bluetooth betriebenen Drehtisch, auf dem Objekte von bis zu 20 cm Höhe innerhalb von fünf Minuten gescannt werden können.

Aber auch größere Objekte können mithilfe eines für den 3D-Scanner entwickeltes Stativ erfasst werden. Mit dem Laser lassen sich zudem viel detailliertere Dateien erstellen, die dann gegebenenfalls bearbeitet und anschließend ausgedruckt werden könnten. Eora 3D hat dank der Entwicklung ihres eigenen Produkts auch schon viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen können: Unterschiedliche Schmuckdesigner aus Sydney hätten sich bei dem Startup bereits gemeldet und auch Filmstudios seien nicht abgeneigt sich dem Startup anzuschließen. Eine Kickstarter-Kampagne im September ist ebenfalls schon geplant.

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