Über Investitionen von Evonik haben wir in diesem Jahr schon einige Male berichtet. Da ist zum Beispiel das 3D-Druck-Start-Up Meditool, in das Evonik erst vor wenigen Wochen einen Millionenbetrag gesteckt hat. Zu Beginn des Jahres kaufte Evonik das 3D-Druck-Start-Up Structured Polymers. Um für Zukunftsmärkte, wie die Gas- und Ölindustrie aber auch den industriellen 3D-Druck, das leistungsstarke Polymer Polyamid 12 (PA12) herzustellen, baut Evonik derzeit eine produktionsfähige Anlage. Das israelische Software-Start-Up Castor Technologies ist das neueste Unternehmen, in welches Evonik laut einer Pressemitteilung, die unser Magazin erreicht hat, investiert.

Ist ein Bauteil druckbar?

Castor Technologies unterstützt industrielle Hersteller bei der Einführung der 3D-Drucktechnologie. Mit einer Software erkennt Castor Technologies die 3D-Druckfähigkeit von Bauteilen, ermittelt den Bedarf idealer Materialien und die zu erwartenden Kosten, sowie Vorlaufzeiten. So können Unternehmen entscheiden, bei welchen Produktionsprozessen künftig 3D-Druck genutzt wird. Dank dieser Investition kann Evonik Dienstleistungen anbieten, mit denen Kunden die Druckbarkeit von Bauteilen testen können.

Evonik bringt dafür die Expertise im Bereich 3D-Druckmaterialien ein und kann so Castor dabei helfen, die Software vielen Branchen zugänglich zu machen. Mit Castors Software können Bauteile identifiziert werden, die mit Materialien wie Hochleistungspolymer-Pulvern und Filamenten gedruckt werden könnten. Außerdem bietet Evonik viele Additive, die Materialeigenschaften verändern können. Das Material könnte bessere Fließeigenschaften erhalten oder robuster werden.

Bildschirm, auf dem Software zu sehen ist
Mit der Software von Castor Technologies werden Bauteile auf ihre Druckbarkeit überprüft (Bild © Evonik).

Analyse mithilfe von CAD-Daten

Castors Kunden aus der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und der Logistik können mithilfe von CAD-Dateien große Baugruppen oder mehrere Einzelteile gleichzeitig analysieren. Die Software führt eine umfassende technische und wirtschaftliche Analyse durch und ermittelt, wann sich Additive Manufacturing gegenüber den traditionellen Herstellungsmethoden lohnt.

Video zur Software

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