Der 3D-Druck hat in der Medizin längst schon Fuß gefasst und ist in Bereich wie die Zahmedizin, Operationsvorbereitung oder Prothetik längst ein festes Standbein. Gerade vor schwierigen Operation greifen Chirurgen gerne auf die realitätsnahen 3D-gedruckten Modelle ihrer Patienten zurück, um sich optimal auf die bevorstehenden Operation vorbereiten zu können. Der deutsche Hersteller für Konsumgüter Henkel und das 3D-Druckunternehmen NewPro 3D haben jetzt eine Kooperation beschlossen, um zusammen weitere Lösungen für diesen Bereich anbieten zu können.

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Der Chemiekonzern Henkel und das Polymer-3D-Druckunternehmen NewPro 3D arbeiten gemeinsam an innovativen 3D-Drucklösungen für die Medizin, wie in einer Pressemitteilung Henkel erklärt. Anatomische Modelle und kundenindividuelle Prothesen aus dem 3D-Drucker sind zwei der Bereiche, in denen Anwendungen geplant sind.

Henkels Harze und das ILI-Verfahren

NewPro 3D ist seit einiger Zeit Mitglied der Open Materials Plattform von Henkel. Das Unternehmen, das sich auf DLP-3D-Druck (Digital Light Processing) spezialisiert hat, möchte die additive Fertigung im Produktionsmaßstab erreichen. Wird das DLP-basierte Intelligent Liquid Interface-Verfahren, das so genannten ILI-Verfahren, mit 3D-Druckharzen von Henkel eingesetzt, können damit medizinische Geräte und harte oder weiche anatomische Modelle äußerst schnell hergestellt werden.

Das ILI-Verfahren beruht auf einer transparenten benetzbaren Membran für eine schnellere Bewegung zwischen gehärteten Schichten. Wir haben das ILI-Verfahren im Januar 2016 erstmals vorgestellt. Auf der MD & M West-Konferenz im Februar in den USA werden beide Unternehmen erste Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit präsentieren.

Besser operieren mit 3D-Modell – ein Praxisbeispiel

3D-gedrucktes Modell des Kopfes
Dem Kind konnte mit einem 3D-gedruckten Modell seines Kopfes besser geholfen werden (Bild © Henkel / NewPro 3D).

Die Ärzte eines kleinen Kindes standen vor der schwierigen Aufgabe, dessen falsch ausgerichteten Unterkiefer zu korrigieren. Mit einem exakten anatomischen Modell aus dem 3D-Drucker, die auf Grundlage des Schädels des Kindes entstand, konnten sich die Ärzte vor der Operation ein besseres Bild des Problems machen. Das Team konnte die fehlerhafte Position messen und kontrollieren, wo sie ein Gerät verankern müssen, um den Unterkiefer zu korrigieren. Es wurde ein Osteodistraktionsgerät entwickelt, das am Unterkiefer platziert wurde. Daran befestigte Schrauben werden jetzt täglich nach Plan gedreht. Um sich auf eine Lebendleberspende besser vorzubereiten, haben Ärzte aus den USA im vergangenen Sommer ein 3D-gedrucktes Lebermodell angefertigt.

Gabriel Castanon, Chief Operating Officer bei NewPro 3D, sieht in 3D-gedruckten Modellen eine Möglichkeit, das Risiko bei Operationen zu verringern und gleichzeitig das Ergebnis zu verbessern. Auch Sean Dsvila, zuständig für 3D-Druckmaterialien bei Henkel, ist über die Zusammenarbeit erfreut. Der 3D-Druck ist ein Wegbereiter in allen Märkten, in denen Henkel tätig ist.

Video: High-Speed-DLP-3D-Druck von NewPro 3D

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