Forscher der University of Queensland haben eine Studie zum 3D-Druck von Medikamenten vorgestellt, in der sie die Auswirkung 3D-gedruckter, personalisierter Medizin auf Patienten betrachten. Ihre Arbeit wurde im Medical Journal of Australia veröffentlicht. Wir fassen die Ergebnisse der Forschungsarbeit zusammen.

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An der University of Queensland in Australien haben Forscher untersucht, wie sich der 3D-Druck künftig auf die personalisierte Medizin für Patienten auswirken wird. Ihre Ergebnisse haben sie in einer Arbeit mit dem Titel „3D printing: Potential clinical applications for personalised solid dose medications“ im Medical Journal of Australia veröffentlicht.

Liam Krueger, Apotheker, UQ-Doktorand und Hauptautor der Studie, beschreibt die Technologie als äußerst ausgereift. Sie wäre in der Lage, in den nächsten Jahren spezielle Dosierungen vor Ort in Apotheken und Krankenhäusern exakt auf den Patienten zugeschnitten per 3D-Druckverfahren herzustellen. Krueger erklärt:

„Der 3D-Druck wird regelmäßig in anderen medizinischen Bereichen wie der Zahnmedizin zur Herstellung von Implantaten verwendet aber die Nutzung der Technologie hinkt im pharmazeutischen Bereich hinterher.“

Details zur australischen Forschung

Krueger erklärt, dass mit dem Fortschritt der 3D-Druck-Technologie in der Pharmaindustrie für Medikamente sorgen würde, die sich für Patienten maßschneidern lassen. So kann der Patient die genauen Dosen und die Kombination verschiedener Bedürfnisse einhalten. Mit dem 3D-Druck lassen sich fünf Pillen in Größe, Form, Farbe, Geschmack und Textur in einer vereinen. Bis zum Einsatz der Technologie in großem Umfang, müssen noch logistische Herausforderungen bewältigt werden.

3D-gedruckte Kautabletten
Das britische Unternehmen FabRx arbeitet seit mehreren Jahren an einer Lösung, Medikamente mit kundenindividueller Zusammensetzung unter wirtschaftlichen Voraussetzungen mit einem 3D-Drucker herzustellen (im Bild: Tabletten aus dem 3D-Drucker)(Bild © FabRx).

Zu diesen Herausforderungen gehört die Geschwindigkeit beim 3D-Druck. Eine Tablette sollte laut den Forschern der University of Queensland in einer Größe von 10 x 3 mm in 3 Minuten gedruckt wird. Ein Stapel von 28 Tabletten wird in rund 45 Minuten gedruckt. Für den On-Demand-Einsatz von Medikamenten in Kliniken sollte diese Wartezeit verkürzt werden.

Die Forscher erklären, dass diese Studie der Beginn einer größeren Forschungsgruppe ist, in der die University of Queensland Daten zur Realisierbarkeit des Einsatzes von 3D-Druck für die personalisierte Medizin in realen Umgebungen sammelt. Chris Freeman, Co-Autor und nationaler Präsident der Pharmaceutical Society of Australia, sagt, dass der 3D-Druck in Zukunft Menschen mit mehreren Medikamenten helfen könne, die richtigen Medikamente zur richtigen Zeit, in der richtigen Dosis einzunehmen.

3D-Druck von Medikamenten

In den vergangenen Jahren haben sich bereits einige Unternehmen beim 3D-Druck von Medikamenten hervorgetan. FabRX zum Beispiel setzt sich schon lange mit diesem Thema auseinander, Medikamente mit kundenindividueller Zusammensetzung unter wirtschaftlichen Voraussetzungen mit einem 3D-Drucker herzustellen. Vor etwa sechs Jahren haben wir über 3D-gedruckte Pillen berichtet, die zeitversetzt Medikamente abgeben.

2017 blickten wir optimistisch in die Zukunft und stellten uns die Frage, ob wir in zwei Jahren schon 3D-gedruckte Medikamente zu Hause mit dem 3D-Drucker herstellen werden. Auch deutsche Forscher machten sich an die Erforschung dieses Themenbereichs und untersuchten den 3D-Druck von Medikamenten. Im vergangenen Jahr entstand ein 3D-Drucker für Kleinstchargen von Tabletten. Der 3D-Druck von Tabletten konnte noch nicht zufriedenstellend alltagstauglich gelöst werden. Mit einem Abonnement unseres Newsletters halten wir Sie über Neuigkeiten zu diesem Thema auf dem Laufenden.

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