The Netherlands Organization for Applied Scientific Research (TNO) und das Erasmus Medical Center (EMC) forschen schon seit Längerem an dem 3D-Druck von Medikamenten. Individuell an die Patienten angepasste Medikamente würde viele Vorteile bieten. Jetzt unterstützt auch der italienische Nudelhersteller Barilla das Forschungsprojekte zur Herstellung von individuellen Tabletten aus dem 3D-Drucker.

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Wenn Krankenhäuser und Apotheker auf den Patienten zugeschnittene Tabletten selbst herstellen könnten, hätte das für die medizinischen Institute und Einrichtungen aber vor allem für die Patienten viele Vorteile. Die Produktion geschieht lokal und Tabletten müssten nicht separat in den USA oder China bestellt werden. Außerdem erhält der Patient exakt an seine Bedürfnisse angepasste Medikamente. In den Niederlanden startet eine Studie zum 3D-Druck von patientenindividuellen Medikamente.

Daran beteiligt ist die niederländische Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung (TNO) und die Kinderabteilug des Erasmus Medical Centers (EMC) in Rotterdam, wie Daniel van der Linden, Wissenschaftler bei TNO, in einem Artikel bei Innovation Origins bekannt gibt. Die britische Firma FabRX hat im Vorjahr Medikamente aus dem 3D-Drucker vorgestellt.

Individuell angepasste Medikamente

Van der Linden erklärt, dass Menschen ein und dasselbe Medikament gegen eine Krankheit erhalten, von denen verschiedene Menschen betroffen sind. Die Patienten in der Kinderstation der EMC im Sophia sind zwischen wenigen Wochen und 18 Jahren alt. Sie wiegen zwischen 500 und 65 Kilo. Die Dosis der Medikamente an Alter und Gewicht anzupassen, ist deutlich vorteilhafter für die Genesung der Patienten.

Ein 3D-Drucker für Medikamente soll dabei helfen. Die TNO hat einen Prototypen eines 3D-Druckers entwickelt, bei dem der Wirkstoff in Pulverform in eine Patrone des 3D-Druckers gegeben wird. Während des Drucks fügt der Drucker Flüssigkeit dazu, wodurch die übereinandergestapelten Pulverschichten aneinanderhaften. Der 3D-Drucker könnte die Wirkstoffe auch als formbare Substanz durch eine Schablone drücken und die Pillen Schicht für Schicht aufbauen.

Van der Linden betont:

„Es sollte möglich sein, verschiedene Wirkstoffe in einer Tablette zu kombinieren, damit ein Patient weniger Tabletten einnehmen kann. Dies ist besonders praktisch für ältere Menschen. Sie leiden oft unter mehreren altersbedingten Beschwerden, bei denen sie verschiedene Tabletten einnehmen müssen.“

3D-Druck von Medikamenten
Forschungseinrichtungen in den Niederlanden arbeiten an einem 3D-Drucker für individuell angepasste Medikamente (Bild © TNO).

Unterstützung vom Nudelhersteller Barilla

Würden Apotheker für jeden Patienten eine Pillenkombination erstellen, müsste der Patient nur noch eine Pille einnehmen, die alle wichtigen Wirkstoffe in der richtigen Dosis enthält. Wenn Kinder nicht gerne Medikamente nehmen, könnten sie sich vielleicht von spannenderen Formen wie Superhelden, Osterhasen oder andere lustigen Formen überzeugen lassen. Auch der Geschmack der Schicht ließe sich anpassen.

Der 3D-Drucker könnte außerdem Medikamente herstellen, bei der die Freisetzung des Wirkstoffs je nach Person variiert. Das könnte über die Schutzschicht um das Medikament herum gesteuert werden. Die Freisetzung geschieht über einen längeren Zeitraum verzögert.

Der italienische Nudelproduzent Barilla hat mit seinem 3D-Nudelprojekt Blu Raphsody Erfahrungen mit schwierigen, klebrigen Nudelteigen gemacht. Die Substanz, die für den 3D-Druck von Tabletten notwendig ist, ist ähnlich klebrig. Die Erfahrungen von Barilla könnten dem Projekt der TNO und des EMC helfen. Über die Entwicklung des Pasta-3D-Druckers von Barilla haben wir hier bereits berichtet. Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter für Artikel zu weiteren, zukünftigen Forschungsprojekten rund um den 3D-Druck von Medikamenten (jetzt abonnieren).

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