Luftfahrt:

GKN Aerospace gibt erfolgreiche Flugprüfung einer 3D-gedruckten Eisdetektorsonde bekannt

 26. Juni 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Das britische Unternehmen GKN Aerospace hat jetzt die erste erfolgreiche Flugprüfung einer 3D-gedruckten optischen Eisdetektorsonde (Optical Ice Detector Probe) bekanntgegeben. Diese wurde mit dem Atmospheric Research Flugzeug getestet.

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GKN Aerospace hat in der letzten Woche über den erfolgreichen Test seiner 3D-gedruckten optischen Eisdetektorsonde (OID Probe) berichtet. Die Messungen selbst wurden vom Facility for Airborne Atmospheric Measurements (FAAM) in Cranfield (Großbritannien) vorgenommen. Mit dem additiven Herstellungsprozess gelang es GKN Aerospace, den Titan-Sonden-Sensor in das von ihm entwickelte Eisschutzsystem (Ice Protection System, IPS) zu integrieren.

Testflugzeug
Atmospheric Research Flugzeug während des Testfluges. (Bild: © GKN Aerospace)

Vor Kurzem kündigte das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Oak Ridge National Laboratory an, die bereits an der Entwicklung des weltweit ersten Baggers aus dem 3D-Drucker beteiligt waren. Mit diesem möchte es gemeinsam großformatige Metallteile für die Luft- und Raumfahrt entwickeln, die dann mit dem 3D-Druck-Verfahren „Laser-Metal-Deposition with wire“ (LMD-w) hergestellt werden können. Dabei handelt es sich um einen Laser-Metall-Druck mit Draht (wire).

Informationen zum Eisschutzsystem

Am Boden werden die Flugzeuge regelmäßig vom Eis befreit. Baut sich das Eis aber während des Fluges auf, wirkt sich das auf die Leistung, Kontrollfähigkeit und die Handhabung aus. Um diese Gefahr zu verringern, gibt es viele verschiedene Funktionen, die aktiviert werden können.

GKN verwendet die Sonde, um den Eisaufbau zu überwachen. Dazu kommen optische Fasern und Laserstrahlen zum Einsatz. Der Sensor könne in Oberflächen integriert werden, an denen sich typischerweise Eis bildet. Dazu gehören auch die Innenbereiche der Gasturbinentriebwerke.

Am Flugzeug montierter Eisschutzdetektor
Der 3D-gedruckte Eisschutzdetektor am Atmospheric Research Flugzeug. (Bild: © GKN Aerospace)

Ergebnis des Tests ist, dass die Titan-Sonde dafür sorgt, dass das Eisschutzsystem jetzt wesentlich präziser und effizienter arbeitet. Der Senior Vize-Präsident für Technik, Technologie und Qualität bei GKN Aerospace, Russ Dunn, äußerte sich dazu folgendermaßen:

„Dieser erfolgreiche Erstflug der OID-Technologie von GKN war das Ergebnis einer positiven Zusammenarbeit zwischen unseren Additivherstellungs- und Eisschutzteams und markiert einen bedeutenden Meilenstein bei der Verbesserung dieser Technik.“

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