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Dank 3D-Druck: Erfolgreiche Hirnchirurgie an 6-monatigen Säugling

 17. Februar 2014  Marcel Thum  

Es sind die verändernden technologischen Möglichkeiten in der Medizin, die im Laufe der Zeit immer wieder Menschen das Leben lebenswerter gestalten. So konnte jetzt einer 6-Monate jungen Patientin mit „Flachkopf-Syndrom“ geholfen werden. Elementare Bausteine der modernen Behandlungskette waren zur Vorbereitung der Operation der 3D-Druck, 3D-Scan und das Internet.

Operation am Schädel aus dem 3D-Drucker
Vorbereitung zur Operation am menschlichen Schädel: Hierbei handelt es sich um ein nahezu realistisches Imitat. Dieses Schädel-Modell stammt aus einem 3D-Drucker (Bild © // Videoausschnitt Youtube.com; User: New Scienist).

3D-Druck ist in aller Munde. Als Werkzeug moderner Industrieunternehmen, als Unterhaltungselektronik in heimischen Wohnzimmern oder auch in Forschung und Medizin. Letzteres sorgt immer wieder für begeisterte Blicke, welche neuen Möglichkeiten sich mit dem 3D-Druck zur Vorbereitung für Operationen ergeben. Vor allem in der Hirnchirurgie/ Neurochirurgie.

Die neuen technologischen Möglichkeiten des 3D-Drucks gestalten Behandlungsprozesse in der Medizin zunehmend effizienter und verbessern die Qualität von Operationen. Anstatt mit digitalen Modellen komplizierte Eingriffe am Gehirn erproben zu müssen, können die Neurochirurgen auf ein 1:1 3D-Modell vom Schädel des Patienten zurückgreifen.

Telemedizin: Effizientere Prozessschritte und Qualitätsverbesserung

Profitieren konnte in diesem Fall ein 6 Monate junges Mädchen das unter dem Pfeiffer-Syndrom leidet, auch als „Flachkopf-Syndrom“-Syndrom bekannt. Der behandelnde Arzt erstellte von dem Schädel des Säuglings ein 3D-Modell. Die Daten für das 3D-Modell, ermittelt mit einem 3D-Scanner, wurden per E-Mail an ein auf die Erstellung von medizinischen Modellen mit 3D-Druck spezialisiertes Unternehmen geschickt. Hier wurde der 1:1 3D-Druck von dem Schädel des kleinen Mädchens erstellt und an das behandelnde Team aus Neurochirurgen verschickt, wie das amerikanische Magazin 3Dprintingindustry.com berichtet.

Die behandelnden Ärzte können mit Hilfe des physischen Modells und dem digitalen 3D-Scan den äußerst komplizierten Eingriff am Kopf des Säuglings unter nahezu realistischen Bedingungen vorbereiten und so die Gefahr für Komplikationen während der Operation des kleinen Mädchens verringern.

Die innovativen Möglichkeiten einer Kombination aus Internet, 3D-Scan und 3D-Druck tragen erheblich zur Effizienzverbesserung in der Medizin bei. Damit sinken die Behandlungskosten für derart komplizierte Operationen und ermöglichen somit zukünftig vielen weiteren Patienten überhaupt erst einen operativen Eingriff dieser Art vorzunehmen. Neben der Kostenreduzierung aufgrund der Effizienzverbesserung einzelner Prozessschritte der Behandlungskette, steigt einhergehend die Qualität der Operation bei sinkendem Risiko.

Der 3D-Druck in der Medizin, vorrangig in der Neurochirurgie, sowie weitere Elemente in der Telemedizin ist daher eine wünschenswerte Entwicklung für die Zukunft medizinischer Behandlungen weltweit.

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