Auf dieser Seite berichten wir über den Einsatz von 3D-Druckern in der Neurochirurgie als Möglichkeit zur Verbesserung der Erkennung und operativen Behandlung von Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen und anderen Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems.
Heutzutage muss ein Neurochirurg einen etwa 7-jährigen Prozess der Übung durchlaufen, bevor er am Patienten eine Operation überhaupt durchführen darf. Dieser Übungsprozess besteht aus Operationen an menschlichen Leichen, die schwer zu lagern und sehr teuer zu beschaffen sind. Es wird auch mit Hilfe von VR-Programmen geübt, die aber nicht so realistisch wie physische Modelle sind. Auch die Beobachtung erfahrener Neurochirurgen ist hierbei von großer Bedeutung. Jetzt aber steht Neuroradiologen und Neurochirurgen der 3D-Druck zur Verfügung.
Mit Trainingskörpern aus dem 3D-Drucker können Auszubildende minimal invasive chirurgische Verfahren üben. So können Trainingssimulationsmodelle hergestellt werden, die sowohl die innere Neuroanatomie als auch das äußere Erscheinungsbild des Kopfes treu wiedergeben. Das neurochirurgische Modell nutzt Spezialeffektmaterialien, die im Vergleich zu anderen Simulationsmodellen die Textur und das Gefühl des Gewebes realistisch nachahmen. Diese Effektmaterialien kommen der Struktur, dem Aussehen und dem Gefühl der organischen Haut sehr nahe.
Mit einem eingebauten Bewegungs- und Pulssystem wird die Übung noch realistischer gestaltet. Ein Endoskop mit einer Mini-Videokamera kann während des Operationsverfahrens in das ventrikuläre System eingeführt werden, um ein Echtzeit-Feedback an die Chirurgen zu liefern und das Verfahren zu visualisieren. Solche Simulationsmodelle könnten in Zukunft auch für andere Verfahren eingesetzt werden.
Die Vorteile der 3D-Drucker könnten in den kommenden Jahren vom großen Nutzen für die Neurochirurgie sein. Auch in anderen Bereichen der Medizin wurde dieses Potenzial längst erkannt und die 3D-Druck-Technologie bereits intensiv genutzt.
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