Zwei Forscher der Hebrew University of Jerusalem haben eine 3D-Drucktechnologie entwickelt, die ganze Mahlzeiten aus Nanozellulose druckt. Nanozellulose ist eine natürlich vorkommende Faser, die keinerlei Kalorien enthält.
Essen aus dem 3D-Drucker
Essen aus dem 3D-Drucker ist für viele Forscher ein spannendes Thema. Von der 3D-gedruckten Pizza über Nudeln und Pasta bis hin zu 3D-gedrucktem Fruchtgummi und Schokolade wird an den unterschiedlichsten Leckereien gearbeitet. An wichtigen Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Nährstoffen und weiteren soll es den 3D-gedruckten Lebensmitteln nicht fehlen. Das kann sich als sehr nützlich erweisen. Auch 3D-gedrucktes Fleisch ist ein Thema. So müssen vor allem ältere Menschen, die Probleme beim Kauen haben, nicht mehr auf Fleisch verzichten.
Der neueste Fall von 3D-gedruckten Nahrungsmitteln kommt aus Israel, wo zwei Forscher an der Hebrew University of Jerusalem eine neuartige 3D-Drucktechnologie entwickelt haben, mit der sie ganze nahrhafte Mahlzeiten drucken, wie ein auf Youtube veröffentlichtes Video zeigt (siehe unten).

Die beiden Forscher, die Professoren Oded Shoseyov und Ido Braslavsky, arbeiten an der Robert H. Smith-Fakultät für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt an der Hebrew University und in der Yissum Research Development Company (Technologietransfer-Unternehmen der Universität) am 3D-Druck von Lebensmitteln. Die beiden haben bisher nur Teig gedruckt, was auch dem Unternehmen BeeHex bereits gelungen ist. Aber Shoseyov und Braslavsky wollen noch mehr erreichen und sehen viele Möglichkeiten für die gastronomische additive Fertigungstechnologie.

Als 3D-Druckmaterial wählten sie die Nanozellulose, eine Naturfaser, die keine Kalorien enthält. Sie studieren diese Faser schon seit langem und schätzen den Vorteil, dass sie leicht durch Enzyme abgebaut werden kann.
Die Nanozellulose wird, statt dass man diese auf Spulen rollt, zusammen mit Proteinen, Kohlenhydraten, Fett, Antioxidantien und Vitaminen in Patronen gepackt. Der 3D-Drucker verarbeitet diese Patronen mit Infrarotlaser und erhitzt und formt sie gemäß Computeranweisungen.
Die Nanozellulose bindet das Essen dann zusammen. Die Hitze sorgt dafür, dass die Lebensmittel die richtige Textur haben. Sie sehen gebacken, gegrillt oder frittiert aus. Die synthetischen Lebensmittel schmecken dann wie traditionelle Mahlzeiten.
Doch wozu das Ganze überhaupt?
Die beide Forscher sind der Meinung, dass die Technologie Menschen mit glutenfreien, vegetarischen und veganen Diäten sowie Diabetikern, Sportlern und anderen Menschen helfen könnte.
Momentan werden Investitionsmöglichkeiten geklärt. Wenn alles plangemäß läuft, gibt es vielleicht bald schon 3D-gedruckte Lebensmittel in ausgewählten Restaurants und vielleicht auch schon bald in der eigenen Küche.Sehr lesenswert ist die australische Studie über die Akzeptanz von 3D-gedruckten Lebensmitteln im Alltag.
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