Kundenindividuelle (Massen-)Fertigung zu günstigen Preisen gehört zu den industriellen Fortschritten unserer Zeit, von denen auch ärmere Länder dieser Welt profitieren können. Darunter zählt auch der ostafrikanische Staat Kenia. Mit Hilfe der 3D-Drucker wollen die Initiatoren der Initiative „3D Life Prints“ den Kenianern individuelle, passgenaue sowie preiswerte Prothesen anbieten.

Körperprothesen kosten nicht selten weit über 10.000 Euro und sind mit Wartezeiten von mehreren Monaten oder gar Jahren verbunden – in unseren westlichen Industriestaaten. Den Menschen ärmere Länder mangelt es nicht nur an Geld für passgenaue Prothesen, sie haben oft nicht einmal die technischen Möglichkeiten für deren Fertigung.

Neben den Produktionsmitteln müssen vor der Herstellung auch die körperlichen Gegebenheiten des Patienten genau untersucht werden. Auf Grundlage der ermittelten Daten werden die Prothesen in eine passgenaue Form gebracht. Ein zeit- und kostenintensiver Prozess, der verschiedene medizinische Geräte erfordert. Technologie die nur in seltenen Fällen in afrikanischen Staaten oder anderen Ländern der dritten Welt zur Verfügung steht.

Hand aus 3D-Drucker
Hand aus dem 3D-Drucker (Bild © 3dlifeprints.com).

An diesem Problem setzt „3D Life Prints“ an. Mit Hilfe der immer günstiger werdenden 3D-Scanner und 3D-Drucker können ohne teure technische Geräte, lange Wartezeiten und hohe Kosten passgenaue Prothesen hergestellt werden. Ohne Frage, die Qualität entspricht nicht dessen was wir an Entwicklungen in der Prothetik erwarten. Für die Menschen in Kenia aber ist überhaupt die Möglichkeit zu haben, eine passgenaue Prothese zu erhalten, schon ein wichtiger und gewünschter Schritt. Für den 3D-Druck kommt im Projekt 3D Life Prints der 3D-Drucker Ultimaker 2 zum Einsatz.

Dass unter den afrikanischen Staaten Kenia als eines der ersten Länder die Möglichkeiten der 3D-Drucker für die Prothetik und Medizin im Allgemeinen enteckt, überrascht nicht. Kenia ist das Land mit dem größten Pro-Kopf-Anteil an Handys. In Kenia wurde als eines der ersten Länder die Handy-Zahlung alltäglich. Und die Hauptstadt Kenias, Nairobi, zählt zu dem Technologie Hubs Afrikas mit Unternehmen wie Google, Cisco, Nokia und Siemens.

Für die Fertigung von Prothesen mit dem 3D-Drucker gibt es bereits Initiativen weltweit. So macht es sich Enable zu Aufgabe, Handprothesen mit dem 3D-Drucker zu fertigen und ärmeren Menschen weltweit dabei zu helfen wieder mit beiden Händen greifen zu können. Aber auch Projekte wie Robohand oder Project Daniel zählen zu vergleichbaren begrüßenswerten Bestrebungen.

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